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Erneut Festnahmen bei Protesten in Belarus – Hackerangriff auf Innenministerium

  • Die Proteste in Belarus gegen Staatschef Alexander Lukaschenko reißen nicht ab.
  • Und Lukaschenko antwortet wie gehabt mit Festnahmen.
  • Hacker setzen ihn deshalb wiederum auf die Fahndungsliste des Innenministeriums.
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Minsk. Bei neuen Protesten in Belarus (Weißrussland) gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko sind 26 Demonstranten festgenommen worden. Das teilte das Innenministerium am Freitag in Minsk mit. Mehr als 800 Menschen hätten sich landesweit an den Aktionen beteiligt. Weitaus mehr hätten sich aber Demonstrationen für Lukaschenko angeschlossen, hieß es. Ihre Zahl wurde mit 10.000 angegeben. Auch in den vergangenen Tagen gab es viele Festnahmen.

Seit der Präsidentenwahl am 9. August kommt es jeden Tag zu Protesten gegen Lukaschenko. Der 66-Jährige hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik. Für kommenden Sonntag hat die Opposition erneut zu größeren Demonstrationen aufgerufen. Am vorigen Sonntag gingen Zehntausende Menschen friedlich auf die Straße.

Hacker lassen nach Lukaschenko fahnden

Für Unmut sorgte zuletzt auch das massive Vorgehen der Behörden gegen Journalisten. Erst am Dienstag waren sechs Medienvertreter festgenommen worden. Ihr Fall sollte am Freitag vor einem Gericht in Minsk behandelt werden. Ihnen wird vorgeworfen, sich angeblich an nicht genehmigten Protesten beteiligt zu haben.

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Unterdessen haben Unbekannte die Internetseite des Innenministeriums gehackt. Sie war auch am Freitagvormittag nicht abrufbar. Medien in Belarus berichteten, dass Unbekannte Lukaschenko und Innenminister Juri Karajew auf die Fahndungsliste gesetzt hätten. Ihnen würden “Kriegsverbrechen gegen das belarussische Volk” vorgeworfen, hieß es in der manipulierten Liste mit gesuchten Personen.

RND/dpa

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