• Startseite
  • Politik
  • Ergebnisloser Gipfel: Automobilindustrie sieht sich vor größter „Transformation der Geschichte“

Ergebnisloser Gipfel: Automobilindustrie sieht sich vor größter „Transformation der Geschichte“

  • Die Zukunft der Automobilindustrie stand am Dienstag im Fokus des „Autogipfels“.
  • Kanzlerin Merkel hat sich mit Vertreten aus Politik und der Branche getroffen, um über den Wandel zu sprechen.
  • Diese steht aktuell vor einer großen Herausforderung Klimaschutz und Mobilität zusammen zu bringen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bei einem „Autogipfel“ mit Kanzlerin Angela Merkel haben sich Politik und Wirtschaft vor allem über Klimaziele und Daten ausgetauscht. Wesentliche konkrete Ergebnisse gab es bei den digitalen Beratungen am Dienstag nicht. An den Beratungen mit Merkel nahmen Bundesminister, Regierungschefs der „Autoländer“ wie Niedersachsen sowie Vertreter der Autoindustrie teil.

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, erklärte, Klimaschutzziele und Industriepolitik sollten zusammengedacht werden. „Die Unternehmen brauchen verlässliche und machbare Rahmenbedingungen. Die Unternehmen stehen vor der größten Transformation in der Geschichte der Automobilindustrie, und wir wollen, dass sie gelingt.“ Die vielen verschiedenen Maßnahmen zum Klimaschutz müssten aufeinander abgestimmt sein, damit die Wirtschaft die Transformation leisten könne.

Müller warnte mit Blick auf den Verbrennungsmotor erneut vor einem Verbot „durch die Hintertür“: „Wenn die EU-Kommission vorschlagen will, die CO2-Werte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu verschärfen, muss sie zugleich einen detaillierten Ausbauplan für eine Ladeinfrastruktur in ganze Europa vorlegen.“

Digitalisierung und Mobilität wichtige Grundlage für Weiterentwicklung

Ein weiteres Thema beim „Autogipfel“ war ein „Datenraum Mobilität“. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte: „Daten über Verkehr und Infrastruktur sind die Grundlage für die Digitalisierung der Mobilität. Die Vernetzung von Fahrzeugen ist für das autonome Fahren ebenso unerlässlich, wie die Entwicklung von Mobilitätsplattformen für den Personen- und Güterverkehr.“

Anzeige

Mit dem Datenraum solle eine technische Infrastruktur für den dafür notwendigen Informationsaustausch geschaffen werden.

Für einen geplanten „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro wurde einem Papier zufolge ein Expertenausschuss eingesetzt. Dieser soll bis zum Sommer Empfehlungen für die Verwendung der Fördermittel erarbeiten.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen