Erdogan klagt an: “Die UN haben auch die Pandemie verhauen”

  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft den Vereinten Nationen vor, die Corona-Pandemie zu spät anerkannt zu haben.
  • Außerdem hätten sie die Länder, die Hilfe im Kampf gegen das Virus brauchten, nicht genügend unterstützt.
  • Erdogan fordert schon lange eine UN-Reform und äußerte seine Kritik anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Vollversammlung.
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Ankara. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Vereinten Nationen Versagen im Corona-Krisenmanagement vorgeworfen. Die UN seien spät dran gewesen, was die “Akzeptanz der Existenz” der Pandemie angehe, sagte Erdogan nach einer Kabinettssitzung in einer TV-Ansprache am Montag. Dann hätten sie darin versagt, Präsenz für die Nationen zu zeigen, die Hilfe im Kampf gegen das Virus bräuchten.

"Die UN, die mit Blick auf Krisen von Syrien bis zum Jemen sowie Entwicklungen in fragilen Regionen in Afrika und Südamerika durchgefallen sind, haben auch die Pandemie verhauen", sagte Erdogan.

Der Präsident äußerte sich vor einem Festakt zum 75-jährigen Bestehen der UN-Vollversammlung diese Woche. Schon seit langem fordert Erdogan eine Reform der UN.

RND/AP

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