Erdogan gegen Atomwaffen-Sperre für die Türkei

  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan löst Verwirrung mit einer Rede bei einem Wirtschaftsforum aus.
  • Er will nicht akzeptieren, dass die Türkei keine Atomwaffen haben darf.
  • Erdogan erklärt nebulös: “Zurzeit führen wir unsere Arbeiten weiter.”
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Istanbul. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Unverständnis darüber geäußert, dass die Türkei keine Atomwaffen haben sollte. "Einige (Länder) haben Raketen mit nuklearen Sprengköpfen. Nicht nur eine oder zwei. Aber (sie sagen), ich sollte keine Raketen mit nuklearen Sprengköpfen haben. Das akzeptiere ich nicht", sagte er am Mittwoch in einer Rede bei einem Wirtschaftsforum in der zentraltürkischen Stadt Sivas.

Ob Erdogan damit andeuten wollte, dass er die Türkei mit Atomwaffen ausrüsten wolle, blieb unklar. Das Nato-Mitglied Türkei hat sowohl den Atomwaffensperrvertrag als auch den Kernwaffenteststopp-Vertrag ratifiziert.

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Erdogan verwies darauf, dass fast alle Industrieländer Atomraketen hätten. Die USA und Russland hätten zwischen 12 500 und 15 000 nukleare Sprengköpfe, sagte er. Auch auf Israels Arsenal bezog er sich. Das Land schrecke damit ab. "Zurzeit führen wir unsere Arbeiten weiter", sagte Erdogan ohne weitere Erklärung.

RND/cle/dpa