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Erdgaskonflikt: Russland will zwischen Türkei und Griechenland vermitteln

  • Russland will im Streit zwischen Griechenland und der Türkei um Erdgasvorkommen im Mittelmeer eine Vermittlerrolle einnehmen.
  • Der russische Außenminister Sergej Lawrow machte das Angebot nach einem Treffen mit seinem zyprischen Amtskollegen am Dienstag.
  • Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten in den letzten Tagen massiv zugenommen.
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Moskau. Im Konflikt um die Suche der Türkei nach Bodenschätzen im Mittelmeer hat Russland sich als Vermittler angeboten. Moskau sei bereit, zu helfen, die Spannungen abzubauen und Gespräche anzuschieben, wenn alle Konfliktparteien darum bäten, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag. “Wir wären bereit, zur Schaffung gutnachbarlicher Beziehungen beizutragen”, sagte er. Schritte, die die Spannungen verschärfen könnten, seien nicht akzeptabel.

Türkische Schiffe bohren in Meeresgebieten, die Griechenland und Zypern als Bestandteile ihrer ausschließlichen Wirtschaftszonen betrachten, nach Erdgas. Griechenland und die Türkei haben dort mit Militärübungen ihre Muskeln spielen lassen.

Worum es in dem Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei geht, fassen wir hier zusammen.

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Russischer Außenminister Lawrow in Zypern

Lawrow machte sein Vermittlungsangebot nach einem Gespräch mit dem zyprischen Außenminister Nikos Christodoulides. Letzterer sagte, die “destabilisierenden Handlungen” der Türkei behinderten Versuche einer Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen der Republik Zypern und dem unter türkischem Einfluss stehenden Norden der Insel mit dem Ziel einer Wiedervereinigung.

“Es ist daher zu diesem Zeitpunkt essenziell, dass die internationale Gemeinschaft, insbesondere alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrats wie Russland, sich bei der Türkei dafür einsetzt, deren unrechtmäßige Handlungen und Verhaltensweisen sofort zu beenden, die sich eindeutig nicht im Rahmen des internationalen Rechts bewegen”, sagte Christodoulides.

Provokationen zwischen Griechenland und Türkei

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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf Griechenland vor, einen Dialog zu verweigern. Die Türkei sei für Gespräche ohne Vorbedingungen, Griechenland aber sage Nein dazu. Die griechische Regierung hat erklärt, wirkliche Verhandlungen seien erst möglich, wenn die Türkei ihre Provokationen mit Kriegs- und Forschungsschiffen beende.

RND/dpa

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