Entwicklungsminister Müller pocht auf freie Presse

  • In der Corona-Krise sei der Zugang zu unverfälschten Informationen überlebenswichtig, mahnt Entwicklungsminister Gerd Müller.
  • Der CSU-Politiker ruft zum Welttag der kulturellen Entwicklung zur Verteidigung der Pressevielfalt auf.
  • Sein Ministerium unterstützt dazu im Nahen Osten und in Südamerika zahlreiche Projekte.
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Berlin. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die Bedeutung der Pressefreiheit in der Corona-Pandemie betont und zu ihrer Verteidigung aufgerufen.

“Gerade in Corona-Zeiten sind richtige Informationen und Medien überlebenswichtig. Sie helfen bei der Eindämmung der Corona-Krise, indem sie Falschmeldungen entgegentreten, wichtige Hinweise zu Hygienemaßnahmen und zur Versorgung der Menschen geben oder Informationen in indigenen Sprachen zur Verfügung stellen”, sagte der CSU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

“Kulturelle Vielfalt ist auch Pressevielfalt”, betonte Müller mit Blick auf den am heutigen Donnerstag begangenen Welttag für kulturelle Entwicklung. Der von der Unesco ausgerufene Aktionstag appelliert an den Dialog der Kulturen.

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Sein Ministerium wolle einen Beitrag dazu leisten, indem es freie Medien und lokale Sender weltweit im Rahmen des mit rund einer Milliarde Euro ausgestatteten Corona-Sofortprogramms unterstütze, sagte Müller.

So werde in libanesischen Flüchtlingslagern lokalen Radiosendern dabei geholfen, in den Camps und umliegenden Gemeinden über das Corona-Virus aufzuklären. In Kolumbien erhielten Journalisten Unterstützung bei der Recherche zur Corona-Pandemie und ihren Folgen. In Mexico, Bolivien, Ecuador und Guatemala stellten Medien mithilfe deutscher Förderung Informationen über Covid-19 in indigenen Sprachen zur Verfügung.

Zudem lege die deutsche Entwicklungszusammenarbeit jetzt einen Fokus auf die Kreativwirtschaft. “Gerade für junge Kreativschaffende ist die Corona-Pandemie existenzbedrohend. Deswegen unterstützen wir sie aktuell in Südafrika, Kenia, Senegal, Jordanien und dem Libanon, neue Lösungen im e-Commerce oder auch modische Schutzmasken umzusetzen”, sagte Müller. "So können sie trotz der Krise Produkte vermarkten und damit ihre Existenz sichern“, sagte Müller dem RND.

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