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Entwicklungsminister Müller: “Klimaschutz beginnt nicht mit Greta”

Gerd gegen Greta? Entwicklungsminister Gerd Müller reagierte auf Greta Thunbergs Rede in New York.

New York.Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat sich gegen den Vorwurf der Aktivistin Greta Thunberg verwahrt, die Politik habe den Klimaschutz bislang sträflich vernachlässigt. "Der Klimaschutz beginnt nicht mit Greta Thunberg", sagte Müller am Montagabend in einer Vorbemerkung bei einer Veranstaltung am Rande des UN-Klimagipfels in New York. Müller verwies etwa auf die Politik von Klaus Töpfer (CDU), der von 1987 bis 1994 Bundesumweltminister war, sowie auf das Kyoto-Protokoll und das Pariser Klimaabkommen.

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Diese Vorbemerkung sei ihm wichtig, sagte Müller. "Denn das wäre in der Tat ein Eingeständnis, wenn wir jetzt sagen müssten: Klimaschutz wird heute erfunden bei der UN-Versammlung in 2019 hier in New York."

Greta Thunbergs bewegende Worte

Thunberg hatte den Staats- und Regierungschefs bei der Eröffnung des UN-Klimagipfels schwere Vorwürfe gemacht. "Wie konntet Ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten?", sagte sie. "Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, worüber Ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum - wie könnt Ihr es wagen?" Die wissenschaftlichen Vorhersagen zum Klimawandel seien seit Jahrzehnten mehr als deutlich. "Wie könnt Ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weiter macht wie vorher - und mit ein paar technischen Lösungsansätzen?"

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Greta Thunberg bei UN-Klimagipfel: "Wie konntet ihr es wagen"

Greta Thunberg hat vor den UN eine emotionale Rede gehalten. An die Mächtigen appeliert sie mit deutlichen Worten.

Müller, der seit Dezember 2013 Entwicklungsminister ist, war vor dieser Zeit acht Jahre lang als Staatssekretär im Bereich Ernährung und Landwirtschaft für Welternährung zuständig. Auch da sei Klimaschutz bereits ein zentrales Thema auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene gewesen, sagte er. Deutschland könne in diesem Zusammenhang aber noch mehr tun, räumte Müller ein. Aus diesem Grund habe die Koalition in der vergangenen Woche auch eine Klimaschutzstrategie auf den Weg gebracht.

Angela Merkel: „Wir haben nur eine Erde“

Angela Merkel hat auf ihrer Rede beim UN-Klimagipfel noch einmal betont, dass es eine globale Herausforderung sei, den Klimawandel in den Griff zu bekommen.

Lesen Sie auch: Klimagipfel: Trump ohne Manieren, Thunberg mit Wut, Merkel mit Glück

RND/dpa

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