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Entgegen amtlichen Ergebnissen: Autopsie der Floyd-Familie bestätigt Erstickungstod

  • Der Tod des Afroamerikaners George Floyd erzürnt die USA.
  • Eine erste amtliche Autopsie entlastete den mittlerweile wegen Mordes angeklagten Polizisten.
  • Eine Untersuchung im Auftrag der Familie Floyd bestätigt hingegen den Erstickungstod.
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Eine Autopsie im Auftrag der Familie von George Floyd hat bestätigt, dass der Schwarze bei einem brutalen Polizeieinsatz am Montag vor einer Woche erstickte. Der auf seinen Hals und seinen Rücken ausgeübte Druck habe zum Erstickungstod geführt, teilte der Anwalt der Familie am Montag mit. Das Ergebnis stand damit im Widerspruch zur amtlichen Autopsie von vergangener Woche, der zufolge es “keine physischen Beweise” gebe, “die die Diagnose einer traumatischen Erstickung oder Strangulation stützen”.

Vorläufige Erkenntnisse dieser ersten Autopsie legten laut Staatsanwaltschaft nahe, dass neben der Tatsache, dass er festgehalten wurde, auch mögliche Rauschmittel im Blut Floyds und bestehende gesundheitliche Probleme wie eine Herzerkrankung zu seinem Tod beigetragen haben könnten. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung steht noch aus. In dem Notruf, durch den die Polizei zu Floyd gerufen wurde, sagte die Person, die anrief, Floyd sei "fürchterlich betrunken" und habe sich nicht unter Kontrolle.

Familie traute behördlicher Autopsie nicht

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Ein weißer Polizist hatte Floyd bei dessen Festnahme das Knie mehrere Minuten lang in den Hals gedrückt, bis er nicht mehr atmen konnte. Eine Augenzeugin filmte das Geschehen.

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Floyds Familie wollte wie viele andere nach dem Tod von Schwarzen bei Polizeieinsätzen eine eigene Autopsie, weil sie der Untersuchung der Gerichtsmedizin nicht traute. Vorgenommen wurde sie von Michael Baden, einem Arzt, der auch den Schwarzen Eric Garner untersucht hatte, der 2014 im Würgegriff eines New Yorker Polizisten starb. Ebenso führte er die Autopsie im Auftrag der Familie von Michael Brown durch, der in Ferguson, Missouri, 2014 von einem weißen Polizisten erschossen wurde.

RND/AP

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