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Über eine Million Schüler in England verpassen Unterricht wegen Corona

  • In England konnten Mitte Juli mehr als eine Millionen Kinder coronabedingt nicht in den Unterricht.
  • Das geht aus Daten hervor, die das britische Bildungsministerium am Freitag veröffentlichte.
  • Einige Schulen mussten sogar komplett wegen Corona-Infektionen und Verdachtsfällen schließen.
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London. Coronabedingt sind Mitte Juli deutlich mehr als eine Million Schüler in England dem Unterricht ferngeblieben. 1,126 Millionen fehlende Schüler am 16. Juli - etwa jeder achte - bedeuteten einen Rekordwert und zugleich ein Plus von knapp einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche. Das geht aus Daten hervor, die das britische Bildungsministerium am Freitag veröffentlichte.

Demnach waren 994.000 Kinder wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne. 48.000 Schüler waren selbst an dem Virus erkrankt und 33.300 galten als Verdachtsfall. Für mehr als 50.000 Kinder fiel der Unterricht aus, weil ihre Schule coronabedingt geschlossen war.

Quarantäneregeln belasten Wirtschaft

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Derzeit müssen Schüler für zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, wenn ein Mitglied ihrer „Klassenblase“ positiv auf das Virus getestet wird. Diese Blasen können je nach Schule ganze Jahrgänge umfassen. Vom 16. August an müssen Kinder sich aber nur noch selbst isolieren, wenn sie positiv sind.

Die Quarantäneregeln haben zuletzt auch in der Wirtschaft für starke Turbulenzen gesorgt. Hunderttausende Menschen konnten nicht zur Arbeit gehen, weil sie von der Corona-App „gepingt“ wurden, also als enge Corona-Kontakte gelten.

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Wegen dieser „Pingdemie“ blieben Supermarktregale leer und Mülltonnen voll. Züge, Busse und U-Bahnen fielen aus. Die Regierung hat Ausnahmeregeln für Beschäftigte in strategisch wichtigen Bereichen wie Transport und Lebensmittelhandel zugelassen. Sie müssen nicht mehr in häusliche Quarantäne, wenn sie „gepingt“ werden, aber einen negativen Test vorlegen können.

Zudem gibt es Hoffnung: Trotz der hochansteckenden Delta-Variante sank die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien zuletzt deutlich. Als Erklärung werden unter anderem das Ende der Fußball-Europameisterschaft, bei dem zahlreiche Menschen gemeinsam in Pubs die Spiele schauten, sowie die Sommerferien genannt.

RND/dpa

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