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Drittes Entlastungspaket der Ampel

Energiepreispauschale für Studierende: Wie erhält man die 200 Euro?

Studierende sitzen in einem Hörsaal in Heidelberg. Studierende und Auszubildende sollen eine einmalige Energiepreis­pauschale von 200 Euro erhalten.

Studierende sitzen in einem Hörsaal in Heidelberg. Studierende und Auszubildende sollen eine einmalige Energiepreis­pauschale von 200 Euro erhalten.

Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich in der Nacht zu Sonntag auf weitere finanzielle Entlastungen für die Menschen in Deutschland geeinigt. Erstmals profitieren dabei auch Personengruppen direkt, die zuvor beinahe leer ausgegangen waren – zum Beispiel Studierende.

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Mehrere Wirtschafts­wissenschaftler lobten das geplante dritte Entlastungs­paket der Ampel­koalition. Für einzelne Maßnahmen gab es jedoch auch Kritik. Die Wirtschafts­weise Veronika Grimm aus dem Sachverständigen­rat der Bundesregierung stellte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die zielgerichtete Unterstützung besonders belasteter Gruppen wie Rentnern und Studenten heraus. Zuschüsse bekämen vor allem Menschen, die Härten selbst nicht abfedern könnten.

Ampeleinigung: Drittes Entlastungspaket umfasst mehr als 65 Milliarden Euro

Um Haushalte bei den Strompreisen zu entlasten, soll unter anderem eine Strompreis­bremse eingeführt werden.

Zwar wurden zuvor auch Bafög-Empfängerinnen und -Empfänger unterstützt und Studierenden profitierten auch etwa vom 9‑Euro-Ticket im öffentlichen Nahverkehr, dieses Mal jedoch sind auch Studierende in den Entlastungs­maßnahmen der Bundesregierung inbegriffen, die keiner steuerpflichtigen Arbeit nachgehen oder die staatliche Unterstützung nach dem Bundes­ausbildungs­förderungs­gesetz erhalten. Sie sollen 200 Euro als Einmalzahlung erhalten. Wie das funktionieren soll, erklärt das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) hier.

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Wer erhält die Einmalzahlung über 200 Euro?

Der Bund will Studierenden und Fachschülerinnen und Fachschülern eine Einmalzahlung über 200 Euro zukommen lassen. Denn auch sie „sind von den steigenden Energiekosten betroffen“, wie die Bundesregierung in ihrem Papier zum dritten Entlastungs­paket anerkennt. Zuvor hatten direkt lediglich Empfängerinnen und Empfänger von Bafög von einem Heizkosten­zuschuss profitiert.

Wie funktioniert die Auszahlung an die Studierenden?

Dazu hat sich die Bundesregierung bisher noch nicht klar geäußert. Man wolle mit den Ländern beraten, „wie die Auszahlung schnell und unbürokratisch vor Ort erfolgen kann“, heißt es. Klar ist bisher nur, dass der Bund die Kosten des Zuschusses tragen will.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßte die von der Ampel­koalition geplante Sonderzahlung für Studierende. Die Einmalzahlung müsse nun möglichst rasch auf deren Konten ankommen, forderte DSW-General­sekretär Matthias Anbuhl am Montag. „Gerade die mehr als 60 Prozent der Studierenden, die auf dem freien Wohnungsmarkt leben, brauchen die 200 Euro, so schnell es geht.“

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Wird es noch weitere Entlastungen für Studierende geben?

Das Deutsche Studentenwerk forderte weitere Maßnahmen mit Blick auf das nächste Jahr. Zum Sommersemester 2023 werde es darauf ankommen, nach dem Vorbild Österreichs die Bafög-Sätze der Inflation anzupassen und anzuheben und einen jährlichen Inflations­ausgleich im Bafög zu verankern, sagte Anbuhl. Zudem forderte er die Bundesländer dazu auf, die Studenten­werke finanziell zu unterstützen, um den Anstieg der Mieten in den Wohnheimen und der Essenspreise in den Mensen zu begrenzen.

RND/sic/dpa

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