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  • Endlagersuche: Standort für Atommüll soll unter wissenschaftlichen Regeln gewählt werden - Habeck verteidigt Ansatz

Habeck verteidigt Methodik der Atommüll-Endlagersuche

  • Mithilfe von strengen wissenschaftlichen Regeln sollen mögliche Orte für ein Atommüll-Endlager festgestellt werden.
  • Anders als früher, da war die Suche noch durch politische Motive bestimmt.
  • Grünen-Chef Robert Habeck verteidigt den wissenschaftlichen Ansatz.
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Berlin. Der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, hat die Art und Weise der Atommüll-Endlagersuche verteidigt. “Es geht nach den wissenschaftlich strengsten Kriterien und es ist keine politische Einflussnahme”, sagte Habeck im ARD-"Morgenmagazin" am Montag. Das sei der kategoriale Unterschied bei dieser Suche im Vergleich zu der früheren Festlegung vom Standort Gorleben als Atommüll-Endlager.

"Kein Ministerpräsident sollte sagen: "Bei uns nicht."", sagte Habeck. Die Standortsuche geschehe nach wissenschaftlichen Kriterien, weshalb ein Ergebnis zu akzeptieren sei. "Da wo der sicherste Ort in Deutschland ist. (...) Da muss es dann sein."

Habeck will Verantwortung übernehmen “für den Müll, den wir nie wollten”

Habeck betonte, mit seiner Partei auch Verantwortung übernehmen zu wollen "für den Müll, den wir nie wollten", so der Grünen-Vorsitzende. Die Geschichte der Grünen fuße auch auf dem Widerstand gegen die Atomenergie. Angesichts der Strahlung, die noch Millionen Jahre von dem Atommüll ausgehen könne, merke man jetzt "was für einen Wahnsinn wir da angefangen haben, ohne ein Endlager zu haben."

Am Montagvormittag legt die Bundesgesellschaft BGE ihren sogenannten Zwischenbericht Teilgebiete vor. Dieser weist Gebiete aus, die nach geologischen Kriterien für ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll infrage kommen. Eine Vorfestlegung auf einen Standort ist damit aber noch nicht verbunden. Dennoch dürfte die Debatte über die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll damit in Fahrt kommen. Bis 2031 soll das Suchverfahren in Deutschland abgeschlossen sein, bis etwa 2050 soll das Endlager seinen Betrieb aufnehmen.

RND/dpa

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