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Atommüll: Bundesamt-Chef fordert schnelle Eingrenzung von Endlager-Gebieten

  • Bis 2031 soll ein atomares Endlager innerhalb Deutschlands gefunden werden.
  • Etwa 54 Prozent der bundesweiten Fläche wären geologisch geeignet – doch die Auswahl muss mit weiteren Kriterien eingegrenzt werden.
  • Der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung fordert mehr Tempo bei der Eingrenzung.
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Düsseldorf. Der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Wolfram König, hat eine rasche Eingrenzung der für ein atomares Endlager in Frage kommenden Regionen in Deutschland gefordert.

Er habe ein Interesse daran, dass es möglichst zügig dazu komme, damit die Regionen, die nicht weiter in Frage kämen, „Klarheit bekommen“, sagte König am Dienstag in Düsseldorf. Gleichzeitig brauchten die Regionen in der engeren Wahl die „Solidarität der anderen“.

Das BASE beaufsichtigt das Auswahlverfahren und organisiert die Beteiligung bis zur Feststellung eines Endlager-Standorts. Bis 2031 soll der Standort gefunden sein. Aber schon in der ersten Phase der Suche sei man über der Zeit, sagte König.

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54 Prozent der Fläche in Deutschland geeignet

Die mit der Suche beauftragte Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte im September einen Zwischenbericht vorgelegt. Demnach sind 54 Prozent der Fläche Deutschlands und rund 30 Prozent der Fläche in Nordrhein-Westfalen für ein atomares Endlager geologisch geeignet. In der nächsten Phase sollen Bedingungen jenseits der Geologie wie Naturschutzgebiete, Bevölkerungs- und Besiedlungsdichte untersucht werden.

Der große Raum von 54 Prozent sei „einzudampfen auf wenige Standorte“, sagte König. Diese sollten dann vom Bundestag für weitere Erkundungen bestätigt werden. Nach weiteren Regional- und Fachkonferenzen solle am Ende ein Vergleich von zwei Standorten erfolgen. Ob der Prozess in zehn Jahren gelinge, „wird man sehen“. Es sei ein „sehr ehrgeiziger Zeitplan“, aber auch eine Verpflichtung.

RND/dpa

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