Endergebnis ist da: FDP schafft Einzug in Thüringer Landtag

  • Bis zuletzt hatte die FDP um den Einzug in den Thüringer Landtag zittern müssen.
  • Denn am Wahlabend hatte die Partei mit nur fünf Stimmen den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft.
  • Nun gibt es das amtliche Endergebnis – und die Liberalen haben es endgültig ins Parlament geschafft.
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Erfurt. Knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl in Thüringen ist es offiziell: Die FDP zieht mit 5,0 Prozent der Stimmen ins Thüringer Parlament ein. Das gab der Landeswahlleiter bei der Präsentation des amtlichen Endergebnisses am Donnerstag bekannt. Demnach übersprangen die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde um 73 Stimmen.

Wegen des knappen Ausgangs – vor allem bei der FDP – hatte der Landeswahlausschuss bei seiner Sitzung jeden Wahlkreis einzeln geprüft. Nach Angaben des Landeswahlleiters Günter Krombholz sei dies unüblich, in diesem Fall aber nötig.

Die FDP hatte am Wahlabend mit nur fünf Stimmen den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft, bei einer Nachzählung wurden der Partei zudem wieder vier Stimmen aberkannt. Nun wurde der Einzug ins Parlament bestätigt.

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2014 verpasste FDP Einzug in Thüringer Landtag

Die Regierungsbildung wird in Thüringen weiterhin schwierig bleiben, weil das favorisierte Bündnis von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine Minderheitsregierung bilden müsste und auf Stimmen anderer Fraktionen angewiesen wäre, um zu regieren. Auch eine Konstellation unter Führung der CDU und ohne AfD hat keine Mehrheit. FDP und CDU haben eine feste Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Außerdem will keine der im künftigen Landtag vertretenen Parteien mit der AfD zusammenarbeiten.

Die Linke gewann nach dem amtlichen Endergebnis. Die Partei erreichte 31,0 Prozent. Die AfD kam demnach auf 23,4 Prozent und landete auf Platz zwei – vor der CDU, die 21,7 Prozent erreichte. Die Sozialdemokraten liegen bei 8,2 Prozent, die Grünen bei 5,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,9 Prozent.

Die knappsten Ergebnisse hatte die FDP bisher beim Einzug in die Landesparlamente 2001 in Hamburg mit 680 Stimmen und 2013 in Hessen mit 911 Stimmen mehr als nötig. In Thüringen hatte die FDP bei der Wahl 2014 den Einzug ins Parlament verpasst.

RND/das