Emir von Katar zur Versöhnung nach Saudi-Arabien gereist

  • 2017 hatten Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate eine vollständige Blockade gegen Katar verhängt.
  • Grund waren Vorwürfe, wonach Katar Terror unterstützt.
  • Nun wollen sich Katar und Saudi-Arabien aussöhnen - schließen sich die anderen Golfstaaten an?
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Riad/Doha. Nach einem jahrelangen Streit mit seinen Nachbarn am Golf ist der katarische Emir Tamim bin Hamad al-Thani zur Aussöhnung nach Saudi-Arabien gereist. Er landete am Dienstag in der Wüstenstadt Al-Ula in einer Qatar-Airways-Maschine, wie auf Bildern des Nachrichtensenders Al-Arabija zu sehen war.

Beim Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrats (GCC) wurde dort die Unterzeichnung eines Abkommens über das Ende der Blockade Katars erwartet. Nach Worten von Kuwaits Außenminister Ahmed Nassir al-Sabah, der das Ende des Konflikts am Montagabend verkündet hatte, soll damit „hoffentlich ein leuchtendes neues Kapitel brüderlicher Beziehungen“ beginnen.

Blockade Katars seit 2017

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Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni 2017 die Grenzen zu dem auf einer Halbinsel liegenden Land geschlossen und eine vollständige Blockade verhängt. Ägypten schloss sich an. Die Staaten hatten Katar unter anderem Terrorunterstützung und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vorgeworfen. Das Emirat hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Es war eine der schwersten Krisen des GCC seit dessen Gründung im Jahr 1981.

Unklar blieb zunächst, ob neben Saudi-Arabien auch die drei weiteren GCC-Länder ihre Blockade beenden würden. Der kuwaitische Emir Sabah al-Ahmed al-Sabah zeigte sich aber zuversichtlich, dass diese den GCC-Gipfel zu einer „Einheit stiftenden Versöhnung“ und einem „Neustart“ nutzen würden, wie die Staatsagentur Kuna berichtete.

Kuwait und USA als Vermittler

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Kuwait und die USA hatten in dem Streit vermittelt. Nach Worten eines US-Regierungsvertreters sollte auch Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, an dem Treffen in Al-Ula teilnehmen. Katar bietet den USA einen Luftwaffenstützpunkt.

Der emiratische Ministerpräsident Mohammed bin Raschid al-Maktum traf am Dienstag mit seiner Delegation ebenfalls in Saudi-Arabien ein. Dort wurde er vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman empfangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete. Aus katarischen Quellen hieß es, Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan, faktischer Herrscher der Emirate, sei gegen die Aussöhnung. Berichten zufolge reiste auch Ägyptens Außenminister Samih Schukri zum Treffen.

RND/dpa

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