Einstellung ausländischer Pflegekräfte soll einfacher werden

  • 50.000 bis 100.000 Stellen im Pflegebereich sind derzeit unbesetzt.
  • Angesichts dieser alarmierenden Zahlen ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seit Monaten im Ausland unterwegs, um Fachkräfte anzuwerben.
  • Doch der bürokratische Prozess für neue Arbeiter aus dem Ausland dauert bisher viel zu lange - das soll sich nun ändern.
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Berlin/Saarbrücken. Die Einstellung von Pflegekräften aus dem Ausland soll einfacher werden. Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (Defa) mit Sitz in Saarbrücken soll sich um Visaanträge, Anerkennung von Berufserlaubnissen, Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse kümmern und so dafür sorgen, dass Fachkräfte binnen sechs Monaten nach Deutschland kommen können.

Derzeit dauert der Prozess nach Angaben des Gesundheitsministeriums teils mehr als zwei Jahre. Über die Visaanträge würden zwar immer noch die deutschen Auslandsvertretungen entscheiden, die Agentur könne aber etwa dafür sorgen, dass die Anträge vollständig seien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Vorstellung der Agentur am Montag in Berlin.

Bis zu 100.000 offene Stellen in der Pflege

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Je nach Schätzung gebe es derzeit im Pflegebereich 50.000 bis 100.000 offene Stellen im Pflegebereich, so Spahn. "Wir werden eben auch Fachkräfte aus dem Ausland brauchen", sagte er. "Und der Pflegebedarf wird weiter stark steigen."

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Das Saarland hat die Agentur bereits Anfang Oktober gegründet. Der Bund trägt mit 4,7 Millionen Euro binnen vier Jahren einen Großteil der Kosten. Spahn ist seit Monaten im Ausland unterwegs, um Fachkräfte für den Pflegebereich anzuwerben.

RND/dpa

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