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Einreiseverbot in die EU für Bürger aus Serbien und Montenegro

  • Weil die Corona-Fallzahlen in Serbien und Montenegro zuletzt wieder stark gestiegen sind, dürfen Bürger aus den beiden Ländern ab sofort nicht mehr in die EU einreisen.
  • Darauf haben sich die EU-Botschafter schon am Dienstag geeinigt.
  • Dafür ist die Einreise aus etlichen anderen Ländern wieder gestattet.
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Brüssel. Bürger aus Serbien und Montenegro dürfen wegen zuletzt gestiegener Covid-19-Fallzahlen ab sofort nicht mehr in die EU einreisen. Wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte, gilt nur noch für zwölf Länder eine Ausnahme der in der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen.

Als 13. Land steht weiterhin China auf der Liste - allerdings unter dem Vorbehalt, dass EU-Bürger dort auch wieder einreisen dürfen. In zwei Wochen wird die Liste, die für die EU-Staaten nicht bindend ist, erneut aktualisiert.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Seit Anfang Juli wird dieser Einreisestopp langsam gelockert.

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Entscheidung muss noch von den Hauptstädten bestätigt werden

Zunächst war die Einreise aus 14 Ländern wieder erlaubt. Serbien und Montenegro wurden nun von der Liste gestrichen. Darauf einigten sich die EU-Botschafter bereits am Dienstag. Die Entscheidung musste allerdings noch von den Hauptstädten bestätigt werden.

Erlaubt ist die Einreise fortan aus Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay.

Grundlage der Liste ist vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in den vergangenen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner. Sie soll nahe am oder unter dem EU-Durchschnitt liegen. Aber auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, der Trend der Infektionszahlen und die allgemeine Reaktion des jeweiligen Landes auf die Pandemie spielen eine Rolle. Für Staaten, aus denen Bürger noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen - etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

RND/dpa

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