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  • Einmarsch in Mekele: Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed will, dass die äthiopische Armee in Tigray einmarschiert

Friedensnobelpreisträger will, dass die äthiopische Armee in Tigray einmarschiert

  • Nach einem dreitägigen Ultimatum macht der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed ernst
  • Der Friedensnobelpreisträger weist Militäreinheiten an, in Mekele einzumarschieren.
  • Die Zivilbevölkerung soll aber geschützt werden.
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Nairobi. Der äthiopische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed hat das Militär angewiesen, in die Hauptstadt der Konfliktregion Tigray einzumarschieren. Anwohner rief er am Donnerstag in einer Mitteilung seines Büros auf, im Innern von Gebäuden zu bleiben. „Wir werden die Zivilbevölkerung mit größter Sorgfalt schützen.“

In den vergangenen Tagen hatte seine Regierung den Einwohnern von Mekele noch gedroht, wenn sie sich nicht von den Anführern der Regionalregierung loslösten, werde es „keine Gnade“ geben.

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Äthiopier Abiy Ahmed erhält Friedensnobelpreis
1:26 min
Für seinen Einsatz für den Frieden erhält der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed den diesjährigen Friedensnobelpreis.  © AFP
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Am Mittwochabend lief ein 72-Stunden-Ultimatum ab, das Abiy der Regierung in Tigray gestellt hatte, um sich zu ergeben. Die Erklärung des Ministerpräsidenten bedeutet, dass nun Panzer und Co. nach Mekele vordringen können. Es hieß zudem, Tausende Kämpfer von Milizen in Tigray sowie Spezialeinsatzkräfte hätten innerhalb der 72 Stunden kapituliert.

Solche Angaben lassen sich kaum unabhängig bestätigen, da die Kommunikation in Tigray seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen Bundes- und Regionalregierung am 4. November unterbrochen ist.

Sprit und Bargeld bald nicht mehr verfügbar

Wie die Vereinten Nationen über Nacht in einem neuen Bericht mitteilten, hat die Lebensmittel- und Kraftstoffversorgung in Tigray ein „sehr kritisches“ Niveau erreicht. Sprit und Bargeld seien bald nicht mehr verfügbar, mehr als eine Million Menschen sei aus ihren Wohnregionen vertrieben worden und Nahrungsmittel für fast 100.000 Flüchtlinge aus Eritrea würden in einer Woche aufgebraucht sein, so die UN.

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Mehr als 600.000 auf monatliche Lebensmittelrationen angewiesene Menschen hätten im November kein Essen erhalten. In Mekele sei der Verkehr immens blockiert; das Welternährungsprogramm WFP bekomme keinen Zugang zu seinem eigenen Lagerhaus, um von dort Lebensmittel auszufahren.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mahnte, wer das Ausliefern von Hilfsmitteln vorsätzlich behindere, der Verstoße in dem Konflikt gegen das Völkerrecht.

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Die internationale Gemeinschaft hat die Seiten zur Deeskalation aufgerufen und an beide appelliert, Dialog zu suchen und humanitäre Hilfe zuzulassen. Abiy wies das aber als internationale „Einmischung“ zurück.

RND/AP

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