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  • Baerbock Nummer zwei: Habeck als Vizekanzler - Einigung sorgt für Unmut in der Partei

Einigung über Vize­kanzler­posten: grüner Unmut über Habeck

  • Die Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sind offenbar übereingekommen, dass er im Falle einer Regierungs­beteiligung Vizekanzler werden soll.
  • Das sorgt in Teilen der Bundestagsfraktion für Zorn.
  • Baerbock dürfe jetzt nicht „die Buhfraurolle“ bekommen, heißt es.
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Berlin. In Teilen der Grünen-Bundestags­fraktion gibt es Unmut über die Vereinbarung zwischen Robert Habeck und Annalena Baerbock, der zufolge Habeck im Falle einer Regierungsbeteiligung Vizekanzler werden soll. Nach einem Treffen des linken Flügels der Fraktion sagte ein Teilnehmer dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND), man sei dort „sehr erzürnt über den heutigen Schritt von Robert Habeck“ und werde „nicht zulassen“, dass Baerbock „jetzt die Buhfraur­olle bekommen“ solle. Sie genieße „volle Rücken­deckung“.

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Baerbock und Habeck haben Vizekanzler-Frage schon geklärt
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Die Grünen haben zwar ein Rekordergebnis bei der Bundestagswahl eingefahren, sind aber trotzdem hinter ihren Erwartungen geblieben. Wer wird nun Vizekanzler?  © dpa
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Zuvor hatte bereits der frühere Grünen-Fraktions­chef und Umwel­minister Jürgen Trittin, der dem linken Flügel angehört, dem „Spiegel“ gesagt: „Wir verhandeln eine Regierung, die Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad bringt. Danach wird entschieden, wer welchen Posten bekommt. Das entscheidet die Partei und nicht nur zwei Personen in persönlichen Gesprächen.“

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Habeck hatte am Montag in der Bundes­presse­konferenz auf die Frage, wer grüner Vizekanzler oder Vize­kanzlerin werde, geantwortet: „Gehen Sie davon aus, dass wir komplett sortiert sind.“ Kurz darauf berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, es gebe eine Übereinkunft, dass Habeck es werden solle. Dies wurde von ihm selbst in einem ARD-Interview nicht dementiert.

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Habeck hatte Baerbock im Frühjahr bei der Entscheidung über die Kanzler­kandidatur den Vortritt gelassen. Die Grünen hatten bei der Wahl dann ein weitaus schlechteres Ergebnis erzielt, als sie eigentlich erhofft hatten – aber ein weitaus besseres als bei der Bundestagswahl 2017.

RND

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