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Ein Leben ohne Trump? – Denkbar, aber vorerst unwahrscheinlich

Wann geht Donald Trump?

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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fast hätte er sich verplappert. Donald Trump verhaspelte sich und strauchelte verbal über die Formulierung. Aber es schien, als hätte der Noch-US-Präsident das aus seiner Sicht Undenkbare auf den Lippen gehabt: dass es bald eine neue US-Regierung gibt. Ohne ihn:

Hoffentlich wird die – was immer in der Zukunft passiert, wer weiß, welche Regierung es sein wird, ich denke, das wird sich zeigen. Aber ich kann Ihnen versichern, diese Regierung wird keinen Lockdown machen.

Donald Trump

Nun ja, wir wissen eigentlich ziemlich genau, welche Regierung das sein wird: die von Joe Biden.

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Seine Wahlniederlage hat Trump immer noch nicht eingestanden. Aber als Beobachter wird man den Eindruck nicht los, dass er gedanklich schon weiter ist, als er öffentlich zugibt. Trump wirkt ermattet, dass seine Haare auf einmal grau wirken, passt ins Bild, ist aber letztlich ein Randaspekt.

Vielleicht doch verloren? Trump deutet erste Einsicht an

Bei seinen ersten öffentlichen Äußerungen nach der US-Wahl deutet US-Präsident Donald Trump eine erste leise Einsicht an, dass er die US-Wahl verloren hat.

Viel wichtiger ist, wie sich seine härtesten Fans verhalten werden. Bisher sind sie ruhig geblieben, nennenswerte Ausschreitungen hat es nicht gegeben. Auch gestern blieb es weitgehend ruhig, als ein paar tausend Trump-Fans in Washington auf die Straße gingen. Eine merkwürdige Mischung aus Realitätsverweigerern, Verschwörungsgläubigen und Rechtsextremen zog durch die Hauptstadt. Unser Korrespondent Karl Doemens war dabei und fragt sich, was das soll. „Es fühlt sich sehr trotzig an und gefährlich irrational. Irgendetwas hat sich längst verselbständigt“, schreibt er.

Während seine Fans forderten, ihr Idol zum Sieger zu erklären, verbrachte Trump den Tag übrigens auf einem Golfplatz.

Trumps Niederlage ist auch ein schwerer Schlag für die Fans der Qanon-Verschwörung. Zur Erinnerung: Gläubige dieser Erzählung huldigen Trump als einer Art Erlöser, der die geheimen Mächte besiegt, die unsere Welt steuern. Und das ist das Problem, wie unser Mann für die ganz großen Verschwörungen, Felix Huesmann, schreibt. Denn mit ebenjenen verborgenen Herrschern können sich die Qanon-Anhänger nun erklären, warum Trump verloren hat.

Die deutschen Querdenker verbindet mehr als nur der Anfangsbuchstabe mit der Qanon-Bewegung. Die absurde Gedankenwelt rund um Q spielt in den Protesten durchaus eine Rolle. Gestern demonstrierten sie in mehreren großen Städten gegen die Corona-Regeln der Bundesregierung. Die Polizei löste in Frankfurt eine Demonstration des Bündnisses Querdenken 69 auf. Dabei wurden Wasserwerfer eingesetzt. Für heute ist eine Demo in Düsseldorf angemeldet, zu der mehrere Tausend Teilnehmer erwartet werden.

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Die Abwahl Trumps ist also ein wichtiger, aber kein entscheidender Sieg über den Ideologienmix, der den Nochpräsidenten umgibt. Auch wenn Trump bald aus dem Weißen Haus auszieht, werden uns die Mythen aus seinem Umfeld erhalten bleiben. Ein Journalist des immer noch verhältnismäßig trumpnahen Nachrichtensenders Fox News hat von einem Telefonat mit dem Nochpräsidenten berichtet. Sein Eindruck: Trump wird sich dem Wahlergebnis beugen – und 2024 wieder zur Wahl antreten.

Leseempfehlungen

Zum Heulen: Tränen können Freude, Wut und Trauer ausdrücken. Sie sind unglaublich vielfältig. Bert Strebe hat sich auf eine Reise ins Land der Tränen begeben.

Zum Einschlafen: Jeder Dritte in Deutschland klagt über schlechten Schlaf. Und es werden immer mehr – besonders seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Sogar Kinder und Jugendliche haben schon Probleme, gut ein- oder durchzuschlafen. Warum kommen wir nachts einfach nicht zur Ruhe? Unsere Autorin Martina Sulner hat die Antwort gesucht.

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Zum Abschied: Wie soll die Urne aussehen, ist eine Trauerfeier gewünscht und welcher Blumenschmuck passt? Auf „Mymoria“ kann in wenigen Schritten die eigene Bestattung geplant und so den Angehörigen der Abschied erleichtert werden. Im Interview spricht Gründer und Geschäftsführer Björn Wolff über sein digitales Bestattungshaus.

Zum Fernsehen: Im ZDF-Zweiteiler „Altes Land“ geht es um die Flucht aus Ostpreußen. Der Film lässt Schauspielerin Nina Kunzendorf auch an die Situation geflüchteter Menschen heute denken, wie sie im RND-Interview erzählt. Außerdem spricht sie über das deutsche Fernsehen, dem sie „viel Luft nach oben“ attestiert.

Termine des Tages

  1. In Belarus demonstrieren wie jeden Sonntag Demokraten gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko.
  2. Die Organisation Sea-Eye stellt in Rom ihr neues Schiff vor. Die „Sea-Eye 4“ soll Geflüchtete aus dem Mittelmeer retten. Dort ist im Moment nur die „Alan Kurdi“ unterwegs.
Das Schiff „Open Arms“ rettet über 200 Migranten

Das NGO-Schiff „Open Arms“ hat die Flüchtlinge am Mittwoch auf einem sinkenden Boot vor der libyschen Küste entdeckt und gerettet.

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Wer heute wichtig wird

Lewis Hamilton könnte heute zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister werden. Er hätte dann so viele Titel gewonnen wie Michael Schumacher.

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Wir wünschen Ihnen einen schönen Sonntag,

Christian Palm

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