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Afghanistan-Gedenken: Soldaten sollen ihre Stiefel ins Regierungsviertel bringen

  • Am Mittwoch werden am Verteidigungsministerium und vor dem Reichstagsgebäude Afghanistan-Veteranen abschließend geehrt.
  • Der Bund Deutscher Einsatzveteranen hat aus diesem Anlass zu einer besonderen Aktion aufgerufen.
  • Er bittet die Soldatinnen und Soldaten, ihre Stiefel ins Regierungsviertel zu bringen.
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Berlin. Der Bund Deutscher Einsatzveteranen hat Soldatinnen und Soldaten, die am Afghanistan-Einsatz beteiligt waren, aufgefordert, am Mittwoch ihre Stiefel im Regierungsviertel zu platzieren und Fotos davon anschließend in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Das teilte dessen Vorsitzender Bernhard Drescher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit.

Unter dem Hashtag #bringyourboots wolle der Verband am Mittwoch „ein Zeichen an Politik und Gesellschaft senden“, sagte er. Dann findet am Verteidigungsministerium zunächst ein Abschlussappell und später vor dem Reichtstagsgebäude ein Großer Zapfenstreich statt.

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Ziel ist es, die Veteraninnen und Veteranen des Afghanistan-Einsatzes zu ehren. Daher ruft der Verband dazu auf: „Bringe Deine Stiefel zum großen Zapfenstreich mit! Platziere sie an exponierter Stelle im Regierungs­viertel und lass sie dort stehen! Fotografiere und veröffentliche das Bild mit den Hashtags #bringyourboots und #veteranenverband und sende es auch an uns für weitere Aktionen.“

Drescher sagte dem RND: „Ich finde es richtig, dass der Appell und der Zapfenstreich stattfinden. Das ist ein Zeichen an alle, die in Afghanistan waren. Es bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack, weil die Zeremonie nur auf Druck zustande gekommen ist.“ Er beklagte zudem, dass sich das Verteidigungsministerium nicht um jene Soldaten kümmere, die nicht offiziell zu den Veranstaltungen geladen seien, sondern auf eigene Initiative anreisten.

Der Verband hat dem Vorsitzenden zufolge selbst einen Treffpunkt für diese Gruppe in der Nähe des Bundeskanzleramtes eingerichtet. Manche Soldatinnen und Soldaten wollten zumindest in der Nähe des Geschehens sein, „um für sich emotional mit dem Einsatz abzuschließen“, sagte er. „Es ist schade, dass die Bundeswehr unser Angebot, das gemeinsam zu organisieren, nicht angenommen hat.“

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Der Verband rechnet mit ungefähr 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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