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Snowden bittet Trump: “Geben Sie Assange die Freiheit zurück”

  • Seit etwa eineinhalb Jahren sitzt Wikileaks-Gründers Julian Assange in einem Hochsicherheitsgefängnis in London.
  • Der Vorwurf: Er soll der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen.
  • US-Whistleblower Edward Snowden wendet sich nun mit einer Bitte an Präsident Donald Trump.
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Moskau. Der US-Whistleblower Edward Snowden hat Präsident Donald Trump um die Begnadigung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gebeten.

„Herr Präsident, wenn Sie während Ihrer Amtszeit nur einen Gnadenakt gewähren: Bitte geben Sie Julian Assange die Freiheit zurück“, twitterte am späten Donnerstagabend der frühere CIA-Mitarbeiter, der sich in Russland im Exil befindet. Trump allein könne das Leben des gebürtigen Australiers retten. Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis in London.

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Assange und seine Unterstützer wehren sich gegen dessen Auslieferung in die USA
1:47 min
Das umstrittene Auslieferungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ging in eine neue Runde und wurde von Protesten begleitet.  © Reuters
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Vor einem britischen Gericht wird derzeit ein Antrag der US-Justiz auf Auslieferung Assanges verhandelt. Ihm wird vorgeworfen, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch US-Soldaten geführt.

Verstoß gegen Kautionsauflagen

Assange war 2012 aus Angst vor einer Auslieferung an die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Diese Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Die britische Polizei verhaftete Assange im April 2019, da er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen habe. Er wurde zu einem knappen Jahr Haft verurteilt.

Edward Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber in Moskau am Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland.

RND/dpa

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