• Startseite
  • Politik
  • Ecuador wählt konservativen Banker Lasso zum neuen Präsidenten

Ecuador wählt konservativen Banker Lasso zum neuen Präsidenten

  • Ecuador steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise.
  • Der bisherige Präsident Lenín Moreno war zuletzt in der Wählergunst stark abgerutscht.
  • Nun haben sich die Wähler des Landes für ein neues Staatsoberhaupt entschieden: Der konservative Banker Guillermo Lasso gewann die Präsidentenwahl.
Anzeige
Anzeige

Quito. Der konservative Banker Guillermo Lasso hat die Präsidentenwahl in Ecuador gewonnen. Der 65-Jährige kam nach der Auszählung von fast allen Stimmen auf 52,52 Prozent, wie das Wahlamt am Sonntag mitteilte. Der Linkskandidat Andrés Arauz erhielt bei der Stichwahl demnach 47,48 Prozent der Stimmen.

„Danke Ecuador für die Unterstützung an den Urnen“, schrieb Lasso nach Schließung der Wahllokale auf Twitter. Kolumbiens Präsident Iván Duque und Uruguays Staatschef Luis Lacalle Pou gratulierten Lasso.

Anzeige

Für Lasso war es bereits die dritte Präsidentschaftskandidatur. „Seit Jahren habe ich davon geträumt, den Ecuadorianern dienen zu dürfen, damit das Land vorankommt und wir alle ein besseres Leben führen können“, sagte er nach Angaben der Zeitung „El Universo“ vor seinen Anhängern in einem Veranstaltungszentrum in der Wirtschaftsmetropole Guayaquil. „Heute habt ihr das möglich gemacht. Es beginnt eine Epoche des Zusammenkommens.“

Arauz räumte seine Niederlage ein. „Das war ein Scheitern bei den Wahlen, aber keine politische oder moralische Niederlage“, sagte der Zögling des früheren Präsidenten Rafael Correa vor seinen Anhängern. Er kündigte an, seinen Rivalen Lasso anrufen und ihm zum Wahlsieg zu gratulieren. „Herr Lasso, ich lade Sie dazu ein, den Rechtsstaat zu achten. Der Hass schafft nichts. Lassen Sie uns demokratisch diskutieren.“

Die beiden Kandidaten stehen an gegenüberliegenden Enden des politischen Spektrums: Arauz repräsentiert den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, Lasso steht für eine liberale Wirtschaftspolitik. Er will Arbeitsplätze schaffen und ausländische Investoren anlocken. Er ist Mitglied der ultrakonservativen Vereinigung Opus Dei und spricht sich strikt gegen gleichgeschlechtliche Ehen sowie Abtreibung aus.

Das südamerikanische Land steckt wegen des Verfalls der Ölpreise und der Corona-Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskrise. Der bisherige Präsident Lenín Moreno war zuletzt in der Wählergunst stark abgerutscht und hatte sich gar nicht erst zur Wiederwahl gestellt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen