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  • Düsseldorf: Stadt plant Konzert mit 13.000 Fans - Laschet kritisiert Vorhaben

Geplantes Großkonzert: Laschet kritisiert Düsseldorfs OB Geisel

  • Die Stadt Düsseldorf plant ein Konzert mit 13.000 Fans und erntet Kritik vom Landesgesundheitsminister.
  • Nun äußert sich auch der Ministerpräsident von NRW dazu.
  • Armin Laschet nennt das geplante Event "kein gutes Signal" - und wirft dem Düsseldorfer OB Profilierungsversuche vor.
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Düsseldorf. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) wegen eines geplanten Großkonzerts mit 13.000 Fans kritisiert. Er warf ihm Profilierungsversuche vor.

“Ich hätte hier etwas mehr Sensibilität vom Oberbürgermeister erwartet”, sagte Laschet am Dienstag, da die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis “ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.”

Laschet hält das geplante Event “für kein gutes Signal”. Das Kabinett werde noch am Dienstag über die rechtliche Lage sprechen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits rechtliche Zweifel an dem Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und anderen Künstlern angemeldet. Es soll am 4. September stattfinden.

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Am 13. September finden in NRW Kommunalwahlen statt, bei denen der Sozialdemokrat Geisel erneut als Düsseldorfer Stadtoberhaupt antritt.

Laschet steht zu Maskenpflicht im Unterricht

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Laschet verteidigte desweiteren die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Gerade in der jetzigen Phase, in der viele Menschen von Reisen zurückkehrten, müsse man besonders vorsichtig sein, sagte Laschet. Außerdem mahnten die steigenden Corona-Infektionszahlen: “Die Pandemie ist längst noch nicht vorbei”, so Laschet. “Wenn sich das Geschehen normalisiert, dann könne wir auch schnell wieder von dieser Pflicht Abstand nehmen.”

Zugleich warnte Laschet vor “Panikmache und Angstszenarien” im Umgang mit dem Coronavirus. Es müsse ein “Weg der Mitte” gefunden werden. Einerseits sei Vorsicht in der Pandemie geboten. Andererseits müsse versucht werden, das soziale und wirtschaftliche Leben weiter zu leben und Schäden zu minimieren. “Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen”, sagte Laschet.

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Keine weiteren Lockerungen in NRW geplant

Zudem teilte Laschet mit, dass es in der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die am Dienstag vorgelegt werden soll, “keine weiteren Öffnungen geben” werde. Der CDU-Politiker appellierte an alle Reiserückkehrer, sich “zeitnah” testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war.

Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

RND/dpa

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