Düsseldorf: Polizisten greifen Journalisten bei Demo an

  • Bei einer Demonstration in Düsseldorf gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen sollen Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden sein.
  • Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtet von Schlägen mit Schlagstöcken.
  • Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zu dem Einsatz.
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Düsseldorf. Bei einer Demonstration in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen sind am Samstag Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete, dass er von einem Beamten mehrfach mit einem Schlagstock geschlagen worden sei. Er berichtete zudem von mindestens einem weiteren Kollegen, der ebenfalls angegriffen worden sei. Zuvor sei in den Reihen der Demonstranten Pyrotechnik gezündet worden.

Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zu dem Einsatz. Es habe verschiedenste Einsatzanlässe gegeben, sagte eine Sprecher der Polizei Düsseldorf. Eine Polizeisprecherin kündigte später eine Strafanzeige gegen den Beamten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt an.

„Angriff auf die Pressefreiheit“

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dpa-Chefredakteur Sven Gösmann nannte den Vorgang einen „nicht hinnehmbaren Angriff auf die Pressefreiheit“. In einem Schreiben an den zuständigen nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (CDU) forderte er die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse in Düsseldorf. Auch die Journalistengewerkschaft Verdi berichtete bei Twitter über den Vorfall.

Der Vorsitzende der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, kündigte zu dem Vorfall die Beantragung einer Aktuellen Stunde im Landtag an. „Wir verlangen lückenlose Aufklärung“, twitterte er am Abend.

Zu der Demo hatte ein Bündnis „VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten“ aufgerufen, an dem sich vor allem politisch links stehende Gruppen und Organisationen beteiligten. Auch größere Gruppen von Fußballfans aus Köln und Düsseldorf beteiligten sich an der Demo.

Eine Sprecherin der Veranstalter schätzte die Zahl der Teilnehmer am Nachmittag auf 6000. Der Polizei machte keine Angaben zur Anzahl. Die Demonstrationszug durch Düsseldorf dauerte am späten Nachmittag an.

RND/dpa

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