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  • Duda gewinnt Präsidentschaftswahl in Polen: Stichwahl mit 51 Prozent für den Amtsinhaber

Amtliches Endergebnis ist da: Duda gewinnt Stichwahl in Polen mit 51 Prozent

  • Das amtliche Endergebnis der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen liegt vor.
  • Amtsinhaber Andrzej Duda hat 51 Prozent der Stimmen bekommen.
  • Damit hat sich der nationalkonservative Duda eine zweite Amtszeit gesichert.
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Warschau. Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen am Sonntag hat der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda nach dem amtlichem Endergebnis 51 Prozent der Stimmen bekommen.

Für seinen Herausforderer von der liberalkonservativen Bürgerkoalition, Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, stimmten rund 49 Prozent, wie die Wahlkommission am Montag in Warschau mitteilte.

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Damit hat sich Duda eine zweite Amtszeit gesichert. Im zweiten Wahlgang lag die Beteiligung trotz Corona-Pandemie bei 68,2 Prozent.

Trzaskowski räumte seine Niederlage ein, indem er Duda zum Sieg gratulierte. “Möge diese Amtszeit eine wirklich andere werden”, schrieb der Warschauer Oberbürgermeister am Montag auf Twitter.

Wird Duda einen EU-freundlicheren Kurs fahren?

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Angesichts der neugefundenen Stärke der liberalkonservativen Opposition ist nun die Frage, ob Duda und sein Lager der nationalkonservativen Regierungspartei PiS künftig einen EU-freundlicheren Kurs fahren werden - oder erst recht auf ihren Positionen beharren.

Der 48 Jahre alte Jurist Duda wurde von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS unterstützt, die mit der EU-Kommission im Konflikt um ihre Reformpolitik steht. Trzaskowski war für die liberalkonservative Bürgerkoalition (KO) ins Rennen gegangen und zielte im Wahlkampf auf ein besseres Verhältnis Polens zur EU.

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Knapper Ausgang der Präsidentenwahl in Polen
1:11 min
Laut einer Nachwahlbefragung liegt der konservative Amtsinhaber Andrzej Duda hauchdünn vor seinem Herausforderer Rafal Trzaskowski.  © Reuters

Wie bei vorangegangenen Wahlen in Polen zeigten die Einzelergebnisse große regionale Unterschiede. In allen elf polnischen Großstädten mit mehr als 250.000 Einwohnern lag Trzaskowski klar vorn. Er punktete auch im Norden und im Westen des Landes. Duda dagegen hatte vor allem bei der Landbevölkerung und im stark katholisch geprägten Süden und Osten Rückhalt. In der südpolnischen Region Vorkarpaten kam er beispielsweise auf 70,9 Prozent der Stimmen.

Steinmeier legt Duda Engagement für Einheit ans Herz

Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, gratulierte Duda zur Wiederwahl. Sie freue sich darauf, mit ihm bei den vielen Herausforderungen zusammenzuarbeiten, denen Europa und Polen gegenüberstünden, schrieb sie am Montag auf Twitter.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte Duda. Zugleich legte er ihm ein Engagement für die Einheit des gespaltenen Landes ans Herz. “Ich wünsche Ihnen den Mut und die Kraft, zum Zusammenhalt des polnischen Volkes beizutragen”, schrieb er in seinem Glückwunschschreiben nach Angaben des Präsidialamts.

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“Ebenso hoffe ich, dass wir gemeinsam auch künftig einen Beitrag leisten können zu einer guten Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschen in einem einigen, starken Europa”, schrieb Steinmeier weiter.

OSZE kritisiert einseitige Berichterstattung

Internationale Beobachter kritisierten, die Stichwahl sei von einseitiger Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien Polens sowie intoleranter Rhetorik begleitet gewesen. “Die politische Polarisierung sowie die fehlende Unparteilichkeit in der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender lenkten von einer gut organisierten Wahl ab”, kritisierte Thomas Boserup von den Wahlbeobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Montag in Warschau.

Besonders bei der Wahlkampagne Dudas und in der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender seien den OSZE-Beobachtern Fälle von fremdenfeindlicher, homophober und antisemitischer Rhetorik aufgefallen.

Zudem hätten Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und andere Mitglieder der nationalkonservativen PiS-Regierung öffentliche Auftritte im Amt als Wahlkampfhilfe für Duda genutzt.

RND/dpa

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