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Drohnensichtung am Frankfurter Flughafen - Laschet muss Umweg fliegen

  • Eine Drohnensichtung sorgt für Chaos am Frankfurter Flughafen.
  • Der Betrieb am größten deutschen Flughafen wird vorübergehend eingestellt.
  • Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet muss seine Reisepläne ändern.
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Düsseldorf/Berlin. Eine Drohnenmeldung am Frankfurter Flughafen hat den Reiseplan von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet durcheinandergewirbelt. Laschet und ein Großteil seiner Delegation konnten am Montag nach der Israel-Reise nicht wie geplant in Frankfurt landen, da ein Pilot eine Drohne gesichtet hatte. Der Airport wurde daraufhin geschlossen.

Laschets Maschine war bereits im Landeanflug, als um 11.27 Uhr der Flugkapitän über den Bordfunk mitteilte, dass wegen einer Drohnenmeldung weder Ankünfte noch Abflüge in Frankfurt möglich seien. Die Maschine wurde zunächst nach Köln umgeleitet, um dort nachzutanken. Danach sollte das Flugzeug weiter nach Frankfurt fliegen.

Bundespolizei holt Ministerpräsidenten ab

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In Köln wurde Laschets Flieger nach der Landung gegen 11.52 Uhr zunächst auf eine Parkposition geleitet. Der CDU-Politiker musste wie seine Delegation und alle anderen Passagiere rund eine Stunde in der Maschine warten. “In solchen Situationen denke ich immer an die Operette “Fledermaus”: Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist”, sagte Laschet. Gegen 13 Uhr holte die Bundespolizei den Ministerpräsidenten mit einem Fahrzeug ab.

Ob die Termine von Laschet in Berlin am Montagabend von der Verzögerung betroffen waren, war zunächst unklar. Der Kandidat für den CDU-Vorsitz wollte sich am Abend zunächst in der Parteizentrale mit seinen Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen treffen, um das weitere Vorgehen bis zum Sonderparteitag am 25. April zu besprechen. Anschließend sollte er von der Union progressiver Juden einen Preis erhalten.

FDP-Politiker nimmt Bundesregierung in die Pflicht

Betroffen von den Flugausfällen war nach eigenen Angaben auch FDP-Politiker Oliver Luksic. “Wieder hat eine einzelne Drohne den kompletten Flugverkehr in Deutschland komplett lahm gelegt, dies kann überall ständig passieren. Erneut sind Tausende Passagiere gestrandet und erreichen nicht ihr Ziel", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Der Sprecher für Verkehr und digitale Infrastruktur der FDP-Fraktion im Bundestag nahm die Bundesregierung in die Pflicht. Nach wie vor gebe es aus den verantwortlichen Ministerien kein Konzept, wie man bei Drohnen die Flugraumsicherheit an unseren Flughäfen schnellstmöglich gewährleisten könne. “Die Minister Seehofer und Scheuer diskutieren schon zu lange über Drohnenabwehrstrategie ohne Ergebnis.”

Zudem forderte er härtere Strafen für "unbelehrbare Drohnenpiloten, die leichtsinnig das Leben und die Sicherheit anderer gefährden.”

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Sperrung dauert eineinhalb Stunden

Der stellvertretende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp, sagte, er hoffe, dass die Verantwortlichen für die Drohnenflüge zur Rechenschaft gezogen werden können. Es entstehe ein erheblicher Schaden für den Flughafen Frankfurt. "Man muss sich fragen, welche Irren in der Nähe von einem Flughafen mit Drohnen hantieren", sagte der FDP-Politiker. Der Frankfurter Flughafen nahm am Montagmittag nach mehr als eineinhalb Stunden Sperrung wieder seinen Betrieb auf.

Bei seiner Israel-Reise hatte Laschet unter anderem die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht und einen Kranz niedergelegt. Bei einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin hatte Laschet Israel ein entschlossenes Vorgehen von Staat und Gesellschaft gegen Antisemitismus, Rassismus und rechtsextreme Gewalt zugesichert.

Der Besuch des CDU-Politikers war mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet worden, da es die erste Auslandsreise des Ministerpräsidenten war, nachdem er seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz vergangene Woche bekanntgegeben hatte.

RND/dpa/cz

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