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Drohnenangriff in Kabul: Pentagon räumt Tötung von Zivilisten ein

Bei einem Drohnenangriff wurden Zivilisten statt IS-Kämpfer getötet, räumt das Pentagon ein.

Washington. Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August versehentlich Zivilisten getötet zu haben und nicht wie beabsichtigt Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat. „Der Angriff war ein tragischer Fehler“, sagte General Frank McKenzie vom US-Zentralkommando am Freitag. Dabei seien bis zu zehn Menschen getötet worden. Man gehe von drei Erwachsenen und sieben Kindern aus.

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Nach dem Angriff hatte das Pentagon noch betont, in dem getroffenen Fahrzeug hätten Selbstmordattentäter gesessen, die einen weiteren Anschlag planten, nachdem bei einem Attentat in der Woche zuvor mindestens 13 US-Soldaten und 169 Afghanen getötet worden waren. Nun ist klar, dass offenbar das falsche Fahrzeug von der Drohne getroffen wurde.

Taliban hatten von den Opfern berichtet

Die Taliban hatten mitgeteilt, dass dabei mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen seien, darunter mehrere Kinder. Medien berichteten dagegen, der Fahrer des Wagens sei ein langjähriger Angestellter einer humanitären US-Organisation gewesen. Sie verwiesen darauf, dass es keine Beweise für Sprengstoff in dem Fahrzeug gegeben habe.

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McKenzie sagte jetzt, der Angriff auf das Fahrzeug sei in dem ernsthaften Glauben erfolgt, dass der Wagen eine unmittelbare Bedrohung sei. Dies sei jedoch falsch gewesen. „Ich bin jetzt überzeugt, dass bis zu zehn Zivilisten, darunter bis zu sieben Kinder, bei diesem Angriff auf tragische Weise ums Leben gekommen sind“, sagte McKenzie. Es sei zudem unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug oder die Toten eine Verbindung zum IS hatten.

RND/AP

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