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Deutsche Flugsicherung: So wappnen wir uns gegen Drohnenangriffe

  • Rund 90 Drohnen wurden in diesem Jahr bereits von Piloten gesichtet.
  • Jede von ihnen könnte für Passagierflugzeuge eine Gefahr sein.
  • Wie können mutwillige Störungen an Flughäfen verhindert werden?
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Langen. Am Wochenende wollen Klimaaktivisten den Londoner Flughafen Heathrow lahmlegen. Das Mittel scheint denkbar einfach: Spielzeugdrohnen sollen auf Großbritanniens größtem Flughafen Starts und Landungen stören. Kann das auch in Deutschland passieren? Vier Fragen an Kristina Kelek, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

Frau Kelek, in England wollen Klimaaktivisten in einer Protestaktion mit Drohnen den Riesen-Airport in Heathrow lahmlegen. Wie oft haben Sie mit Störungen durch Drohnen im deutschen Flugraum zu tun?

Wir als Flugsicherung erfassen nur die Sichtungen von Drohnen, die uns von Piloten gemeldet werden – 2018 gab es 158, bis August 2019 waren es 92. Generell geht es hier meist um private Drohnen, da Besitzer oft nicht wissen, wie die Regeln lauten. Gewerblich genutzte Drohnen werden oft bei uns angemeldet, sodass wir den Piloten das sagen können. Grundsätzlich müssen Drohnen aber mindestens 1,5 Kilometer Abstand zu Flughäfen halten.

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Kann man Flughäfen und andere gefährdete Orte überhaupt vor Drohnenflügen schützen?

Wir sind nicht für die Abwehr zuständig, sondern für die Drohnendetektion. Im Moment können wir das allerdings noch nicht. Wir sind auf die Sichtungen angewiesen und haben noch kein System, mit dem wir die Position einer Drohne bestimmen können. Dafür erarbeiten wir gerade einen Plan für das Bundesverkehrsministerium. Das heißt, wir würden dann helfen, Drohnen zu erkennen, die nicht dort sein dürfen. Diese Informationen könnten wir dann weitergeben.

Und wer ist dann für die Abwehr zuständig?

Im Moment gibt es noch keine ausdifferenzierten Zuständigkeiten für den Drohnenverkehr. Wir wären aber sicher nur für den Flughafen und den Flughafenbereich zuständig, nicht für die Abwehr. Wer das macht, wo und wer das bezahlt – das alles wird gerade abschließend geklärt. Soweit es geht, bereiten wir uns in diesem Bereich aber vor.

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Wie genau?

Mutwillige Störungen sind natürlich nicht vorherzusagen und schwer zu verhindern. Generell gilt: Umso besser wir vernetzt sind – etwa mit der Bundespolizei – und umso mehr Informationen wir haben, desto eher kann man bei diesen Störungen eingreifen.

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Lisa Neugebauer/RND

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