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Österreich verkündet dritten Lockdown – Lockerungen im Januar an Testergebnisse gebunden

  • Österreich schlittert nach zwei Lockdowns in den dritten.
  • Erst Anfang Dezember hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz die strengen Beschränkungen gelockert.
  • Nun schließen die Geschäfte erneut und die Ausgangsbeschränkungen gelten bis mindestens 17. Januar wieder ganztägig – Lockerungen erhält nur, wer ein negatives Testergebnis vorweisen kann.
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Wien. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober haben am Freitag einen weiteren Lockdown ab dem 26. Dezember verkündet. Lockerungen sind im Januar an ein sogenanntes Frei-Testen, also die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses, gebunden.

Vom 26. Dezember bis mindestens 17. Januar an sollen Geschäfte, Friseure und andere körpernahe Dienstleister nun wieder schließen. Die Schulen sollen bis eine Woche nach Ferienende im Fernunterricht bleiben.

Die momentanen Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr werden in der Zeit wieder ausgedehnt. Das Haus darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden, zu denen neben diversen Grundbedürfnissen wie Einkauf oder Arztbesuch sowie etwa Arbeit oder Bildung auch die Erholung im Freien zählt.

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Erst Anfang Dezember hatte Österreich den dreiwöchigen Lockdown in der Corona-Pandemie gelockert, Pflichtschulen, Geschäfte und Museen konnten wieder öffnen.

Lockerungen: nur mit negativem Testergebnis

In der Woche vor dem 18. Januar werden Massentests stattfinden.

Wer dann ein negatives Testergebnis vorweisen kann, das nicht älter als eine Woche ist, darf Gastronomie, Handel, körpernahe Dienstleister, Schule, Tourismus und Kulturangebote wieder besuchen. Gastronomie und Kultur sind in Österreich bereits seit Anfang November geschlossen.

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Wer sich nicht testen lässt und somit kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss weiterhin zu Hause bleiben.

„Für alle, die nicht bereit sind, sich testen zu lassen, gelten die Regelungen des Lockdowns bis 24. Januar, also eine Woche länger“, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Freitagabend.

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Kurz sagte, er hoffe, dass man Corona-Tests künftig auch zu Hause machen könne.

Skilifte können unter Auflagen öffnen

An Weihnachten sind in Österreich Zusammenkünfte mit bis zu zehn Personen erlaubt.

Eigentlich hatte die österreichische Regierung geplant, die Skigebiete am 24. Dezember wieder komplett zu öffnen.

Damit die körperliche Bewegung an der freien Luft gefördert werde, könnten die Lifte unter Auflagen öffnen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Über die Öffnung von Skigebieten und Liften, die für den 24. Dezember angekündigt war, sollen Bundesländer und Bezirke eigenständig entscheiden.

Ab dem 18. Januar sind auch dort Zugang und Lockerungen der Auflagen an ein negatives Testergebnis gebunden.

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Kurz betonte, dass die bisherigen Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Österreich ihre Wirkung gezeigt hätten. Allerdings sei die Prognose für die kommenden Monate dramatisch. Auch in Österreich sei jederzeit wieder ein exponentielles Wachstum der Neuinfektionen möglich.

Die Corona-Infektionszahlen in Österreich sanken zunächst deutlich, stagnierten zuletzt aber. In den vergangenen sieben Tagen zählte Österreich Stand Freitag noch 206 Infektionen pro 100.000 Einwohner, Mitte November waren es noch über 550.

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Auch die Kapazitäten in den Krankenhäusern sind an ihrer Grenze: Rund 500 der bis zu 850 verfügbaren Intensivbetten für Corona-Patienten sind derzeit belegt.

RND/lhen mit dpa

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