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Nach Corona-Erkrankung: Trump erklärt sich für “immun"

  • Mit seinem ersten öffentlichen Auftritt auf einem Balkon des Weißen Hauses hat Donald Trump nach seiner Corona-Erkrankung den Wahlkampf wieder aufgenommen.
  • Bei seinem Lieblingssender Fox sagte er, er habe sich ausreichend erholt und sei nun immun.
  • Zuvor hatte sein Arzt erklärt, der US-Präsident sei nicht mehr ansteckend - ob er negativ getestet wurde, sagte er aber nicht.
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Washington. US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben ausreichend von seiner Corona-Infektion erholt und kann wieder in den Wahlkampf ziehen. “Ich bin immun”, sagte er am Sonntag dem Sender Fox News.

Am Vortag hatte sein Arzt Sean Conley mitgeteilt, dass Trump nicht mehr ansteckend sei. Für Montag hat Trump seine erste Wahlkampfveranstaltung seit seiner Covid-19-Diagnose geplant.

Ob Trump negativ auf das Coronavirus getestet wurde, schrieb Conley in seiner Mitteilung nicht. Sensible Labortests wie der PCR-Test weisen das Virus in Abstrichen aus der Nase und dem Rachen nach. Der Präsident habe die von der Gesundheitsbehörde CDC aufgestellten Kriterien zur Aufhebung seiner Quarantäne erfüllt, erklärte Conley lediglich.

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US-Präsident Donald Trump laut Leibarzt nicht mehr ansteckend
0:55 min
Von einem Balkon des Weißen Hauses sprach er zu einigen Hundert Anhängern auf dem Rasen.  © Reuters

Nach “aktuell anerkannten Standards” gelte er nicht mehr als Infektionsrisiko. Einige Mediziner haben dies angezweifelt und gesagt, es sei unmöglich, zehn Tage nach der Diagnose zu beurteilen, ob jemand noch ansteckend ist.

18-minütige Ansprache für Anhänger vom Balkon des Weißen Hauses

Zuvor hatte Trump mit seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seinem vorübergehenden Krankenhausaufenthalt den Wahlkampf wieder voll aufgenommen. Von einem Balkon des Weißen Hauses sprach er am Samstag 18 Minuten lang zu einer Menge von mehreren Hundert Anhängern.

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Er fühle sich großartig, sagte er. Kurz nachdem er den Balkon betreten hatte, nahm er seine Maske ab. Die Ansprache war relativ kurz für einen Präsidenten, dessen Wahlkampfveranstaltungen oft länger als eine Stunde dauern. Er wirkte gesund, vielleicht etwas heiser.

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Für die für Montag geplante Wahlkampfveranstaltung in Florida hat das Weiße Haus keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen bekannt gegeben, um Personen, die mit Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One fliegen oder an der Versammlung teilnehmen vor einer Ansteckung zu schützen.

Trump will offenbar bis zur Wahl fast jeden Tag reisen

Dr. Albert Ko, ein Spezialist für ansteckende Krankheiten am Institut für öffentliche Gesundheit der Universität Yale, sagte, das Weiße Haus scheine die Vorgaben der Gesundheitsbehörde CDC für eine Beendigung der Isolation nach milden bis moderaten Covid-19-Fällen zu befolgen.

Schwer erkrankte Patienten sollten sich aber für 20 Tage isolieren, sagte er und wies darauf hin, dass Trump mit Dexamethason behandelt wurde, einem Wirkstoff, der gewöhnlich nur bei schweren Covid-19-Fällen zur Anwendung komme.

Aus Kreisen seines Wahlkampfteams wird angedeutet, Trump für den restlichen Wahlkampf bis zur Wahl am 3. November beinahe jeden Tag reisen wird und teils mehr als einen Stopp pro Tag hat - ein anstrengender Plan für einen 74-Jährigen, der bis vor wenigen Tagen im Krankenhaus war.

RND/AP

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