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  • Donald Trump: Comeback auf Facebook? Social-Media-Plattform entscheidet heute

Heute könnte Trump sein Facebook-Comeback geben

  • Nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol hat Donald Trump den Zugang zu großen Onlineplattformen verloren.
  • Er behilft sich jetzt mit einer Art Ein-Mann-Twitter auf seiner eigenen Website.
  • Jetzt könnte Trump wieder auf die Social-Media-Plattform zurückkehren.
1:05 min
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington bei Twitter, Facebook und Googles Videoplattform Youtube ausgesperrt worden. Am Mittwoch will Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium Oversight Board verkünden, ob der Ex-Präsident weiter von der Plattform ausgeschlossen bleibt oder zurückkehren darf.  © dpa
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Menlo Park. Am Mittwoch wird bekannt, ob der frühere US-Präsident Donald Trump weiterhin bei Facebook gesperrt bleibt. Das unabhängige Aufsichtsgremium des weltgrößten Onlinenetzwerks will gegen 15.00 Uhr MESZ seine Entscheidung dazu verkünden. Das sogenannte Oversight Board kann Entscheidungen von Management und Inhalteprüfern zu Beiträgen und Personen kippen – und es hat dabei das letzte Wort.

Facebook sperrte Trump – genauso wie auch Twitter und Youtube – im Januar kurz vor dem Ende seiner Amtszeit. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger – und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Twitter betonte bereits, dass es für Trump keinen Weg zurück auf die Plattform gebe. Googles Videoplattform Youtube will dagegen sein Profil entsperren, wenn „das Risiko von Gewalt gesunken ist“.

Nach der Verbannung von den Onlinediensten war Trump in den vergangenen Monaten darauf angewiesen, Stellungnahmen per E-Mail zu verschicken. Davor war der Twitter-Account mit mehr als 80 Millionen Abonnenten sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal.

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Über Umwege auch wieder zu Twitter?

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Am Dienstag weihte Trump nun einen neuen Kommunikationskanal auf seiner Website ein. Der Blogbereich erinnert äußerlich an Twitter – wo es aber nur Beiträge von Trump gibt. Zugleich könnten Trumps Anhänger dadurch Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten sozusagen über eine Hintertür zu Twitter und Facebook tragen. Denn sie können jeden Kurzbeitrag mit wenigen Klicks als Zitat und Link bei den Onlineplattformen teilen. Unklar war zunächst, ob die Dienste das zulassen werden.

In den vergangenen Monaten ist immer wieder spekuliert worden, der Ex-Präsident könnte eine eigene Onlineplattform starten. In dem Blogbereich mit dem Titel „Vom Schreibtisch von Donald J. Trump“ können seine Anhänger einzelne Beiträge wie bei Twitter mit einem „Like“-Herz versehen – und sich auch über neue Posts benachrichtigen lassen. Die Möglichkeit, Trumps Beiträge zu kommentieren, gibt es aber nicht.

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Trump weiter beliebt

Trump ist nach wie vor bei vielen Wählern der Republikaner beliebt – und das sichert ihm weiterhin erheblichen Einfluss in der Partei. Zugleich sanken seine Möglichkeiten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, mit den Sperren bei den Onlinediensten drastisch.

Facebook hat anders als Twitter und Youtube ein Aufsichtsgremium aus Rechtsexperten, Aktivisten und ehemaligen Politikern, das Entscheidungen des Onlinenetzwerks zum Umgang mit einzelnen Personen und Inhalten auf den Prüfstand stellen kann. Es ist eine Art „Oberstes Gericht“ von Facebook, dessen Beschlüsse auch Gründer und Chef Mark Zuckerberg nicht überstimmen kann.

Das Geld für das Aufsichtsgremium wurde zwar von Facebook bereitgestellt – liegt aber in einer Treuhandgesellschaft, was die Unabhängigkeit sichern soll. Bei den wenigen bisherigen Entscheidungen machte das Oversight Board bereits mehrere Sperren von Inhalten durch Facebook rückgängig.

RND/dpa

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