• Startseite
  • Politik
  • Digitalsteuer für Onlinehandel: Grünen-Chef Habeck fordert Steuer für Digitalkonzerne wegen "Geschäft des Jahrhunderts"

Onlinehandel macht „Geschäft des Jahrhunderts“: Habeck fordert Digitalsteuer

  • Seit Wochen ist der Einzelhandel wegen des Lockdowns dicht, davon profitiert der Online-Handel.
  • Grünen-Chef Robert Habeck will eine Steuer für die Digitalkonzerne einführen.
  • Auch Amazon, Google und Co. müssten sich an Finanzierungen im öffentlichen Raum beteiligen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Der Einzelhandel dicht, und der Onlinehandel boomt: Die Corona-Krise zeigt aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck die Dringlichkeit einer Digitalsteuer. „Die lokalen Geschäfte schließen zum Pandemieschutz, Innenstädte drohen auszusterben“, sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur. „Die großen Onlinehändler dagegen machen das Geschäft des Jahrhunderts.“

Aber sie zahlten im Vergleich zum „Buchladen um die Ecke“ viel weniger Steuern. Sie nutzten Infrastruktur wie Breitband-Internet und Straßen, beteiligten sich aber kaum an der Finanzierung. „Amazon, Google und Co. müssen sich wirklich an der Finanzierung der Infrastruktur der öffentlichen Strukturen beteiligen“, forderte Habeck.

Habeck will globale Steuer für Digitalkonzerne

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Der Bundesregierung sowie namentlich Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz warf der Grünen-Chef vor, nicht konsequent gehandelt zu haben. „Am besten wäre natürlich eine globale Besteuerung von Digitalkonzernen, am zweitbesten eine europäische“, sagte er. „Aber wenn selbst das nicht geht, dann muss man mit den Partnern, die wollen, gemeinsam vorangehen.“ Einige Länder in der EU hätten das schon getan, Deutschland habe aber nicht mitgezogen.

Anzeige

Aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war kürzlich die Idee einer „Paketabgabe“ für Onlinehändler gekommen, die nach dem Corona-Shutdown ein „Innenstadtfonds“ finanziert soll.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen