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Digitalisierung: Kretschmer fordert weitere EU-Hilfen für Mikroelektronik

  • In Dresden wird ein neues Halbleiterwerk eröffnet, indem Technologie für das Internet der Dinge produziert werden soll.
  • Vor der Eröffnung plädiert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für die Fortsetzung eines speziellen EU-Förderprogramms.
  • Die EU müsse gegen die USA und Asien wettbewerbsfähig bleiben, so Kretschmer.
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Im Vorfeld der Eröffnung eines Bosch-Halbleiterwerks am Montag in Dresden hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für eine Fortführung des europäischen Beihilfeprogramms „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) ausgesprochen.

Mit seiner Hilfe konnte in den vergangenen Jahren ein Wachstumsschub in der Mikroelektronik ausgelöst werden, sagte Kretschmer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Ohne diese Regelung wären Standorte in Europa heute nicht mehr wettbewerbsfähig im Ringen mit den USA und Asien. Die Eröffnung des neuen Bosch-Werks in Dresden sei einer der sichtbarsten Erfolge des IPCEI-Programms.

Vor dem Hintergrund, dass die Fortführung auf europäischer Ebene neu verhandelt werden muss, sei eine schnelle Einigung auf ein zweites IPCEI für die Mikroelektronik dringend nötig, betonte Kretschmer. Dazu gehöre auch „eine auskömmliche finanzielle Ausstattung auf nationaler Ebene“.

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Globaler Wettlauf um die besten Positionen in der digitalen Welt

Die Mikroelektronik sei eine Schlüsselindustrie, so Kretschmer. Und in einer entscheidenden Phase des globalen Wettlaufs um die besten Positionen in einer digitalen Welt dürfe man den Anschluss nicht verpassen. „Dabei dürfen wir uns nicht in mühsamen Abstimmungsprozessen verfangen, sondern müssen jetzt schnell anfangen – denn in den USA oder in Asien wartet keiner, bis wir in Europa und Deutschland unsere Entscheidungen abgestimmt haben“.

Bosch baut nach eigenen Angaben in Dresden seine „Zukunftsfabrik“. Das neue Hightechwerk für die Herstellung von Leistungs- und Mischsignale-Halbleiterbauelementen soll der wachsenden Nachfrage im Bereich Internet der Dinge (IoT) und mobile Anwendungen gerecht zu werden.

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Der Verkauf der ersten Chips soll Mitte 2022 beginnen. Bosch schafft in Dresden bis zu 700 Arbeitsplätze in diesem Schlüsselsektor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird zur Eröffnung ein virtuelles Grußwort halten.

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