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Britta Ernst ist die neue Kultusministerchefin – und will das digitale Lernen vorantreiben

  • Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) ist die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz.
  • In Zeiten der Pandemie tritt sie ein sehr herausforderndes Amt an.
  • Vorantreiben will sie inbesondere das digitale Lernen – nicht nur durch gutes Management in der Corona-Krise, sondern auch durch gute Konzepte für die Zeit danach.
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Berlin. Die Pandemie, so sagte es die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, bestimme auch weiterhin das Leben in Deutschland. „In diesen bildungspolitisch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Entwicklungen weiter voranzutreiben“, sagte die brandenburgische Bildungsministerin anlässlich der offiziellen Präsidenschaftsübergabe. „Darum habe ich für das kommende Jahr als Schwerpunktthema ‚Lernen und Lehren – guter Unterricht in Zeiten der digitalen Transformationen‘ gewählt.“

Präsident der Kultusministerkonferenz wird man dadurch, dass das eigene Bundesland turnusgemäß damit dran ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Es erlebt also nicht jeder Bildungsminister eine Präsidentschaft – und man kann sich das Jahr der eigenen Präsidentschaft nicht aussuchen. Die 59 Jahre alte SPD-Politikerin Ernst übernimmt das Amt in herausfordernden Zeiten von der rheinland-pfälzischen Kollegin Stefanie Hubig, ebenfalls eine Sozialdemokratin.

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„Das Amt der Präsidentin war und ist in diesen Tagen eine Bürde“, sagte der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, bei der Präsidentschaftsübergabe, die in diesem Jahr nicht als das traditionelle Klassentreffen im Bundesrat stattfand, sondern online als Videokonferenz. Er sprach über die mehr als 100 Telefon- und Videoschalten der 16 Minister im vergangenen Jahr, die angesichts von Corona notwendig waren.

Und so, wie es manchmal heißt, in Deutschland gebe es 80 Millionen Fußballbundestrainer, verwies Michallik auf den vielstimmigen Chor echter und vermeintlicher Fachleute zur Bildungspolitik im vergangenen Jahr: „Wir sind alle Bildungsexperten.“

Abstürzende Server und Plattformen

Die Herausforderungen im Jahr 2021, das haben bereits die ersten Tage des Jahres gezeigt, werden für die Kultusminister riesig bleiben: Wie kann es – in Zeiten abstürzender Server und Lernplattformen – schnell zu Verbesserungen beim Digitalunterricht kommen? Wie lassen sich die Abiturprüfungen in Zeiten der Pandemie durchführen? Und: Muss in diesem Jahr der Satz gelten, dass niemand wegen Corona sitzen bleiben dürfe, wie es bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert?

Ernst bringt jedes Know-how mit, das sie für die Aufgabe an der Spitze der Kultusministerkonferenz braucht. Seit 2017 ist sie Bildungsministerin in Brandenburg, ein Amt, das sie zuvor auch schon drei Jahre lang in Schleswig-Holstein innehatte. Überhaupt wäre sie vielleicht auch schon früher Senatorin in Hamburg geworden, wenn dort nicht damals ihr Ehemann, der heutige Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, Erster Bürgermeister gewesen wäre.

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz verlieh bei der Amtsübergabe ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man sich im zweiten Halbjahr zunehmend vom Corona-Krisenmanagement lösen könne. Gerade in Sachen digitales Lernen gebe es auch danach noch viel zu tun. Es gehe nicht nur um Geräte, sondern auch um Konzepte. „Wir wissen alle, dass allein die Technik nicht automatisch dazu führt, Lernprozesse besser zu machen“, sagte Ernst.

RND



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