Diese Ministerpräsidenten hatten kurze Amtszeiten

  • Nach 25 Stunden im Amt kündigte der neue Ministerpräsident in Thüringen, Thomas Kemmerich, seinen Rücktritt an.
  • Noch ist es nicht soweit, doch er könnte als der Ministerpräsident mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen.
  • Wer ebenfalls schnell wieder seinen Posten los war.
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Erfurt. Thomas Kemmerich (FDP) könnte als Ministerpräsident mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen. Ein Blick auf andere kurze Amtszeiten:

Christoph Ahlhaus (CDU, August 2010 - März 2011): Nach der Wahl 2008 kommt in Hamburg die erste Landesregierung von CDU und Grünen zustande. Als die gemeinsam betriebene Schulreform 2010 in einem Volksentscheid scheitert, tritt der Erste Bürgermeister Ole von Beust (CDU) zurück. Unter seinem Nachfolger Ahlhaus zerbricht die Koalition drei Monate später.

Reinhard Klimmt (SPD, November 1998 - September 1999): Im Saarland löst er Oskar Lafontaine ab, der als Finanzminister ins Bundeskabinett wechselt. Doch im Landtagswahlkampf 1999 wird die CDU stärkste Kraft. Nach gut zehn Monaten ist Klimmts Amtszeit schon wieder zu Ende.

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Christoph Bergner (CDU, Dezember 1993 - Juli 1994): Eine "Gehälteraffäre" zwingt Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsidenten Werner Münch zum Rücktritt. Fraktionschef Bergner übernimmt und gewinnt die vorgezogene Landtagswahl 1994. Doch es kommt zum "Magdeburger Modell": Bei der Wahl zum Regierungschef unterliegt er Reinhard Höppner (SPD), der eine von der PDS tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung bildet.

Hans-Jochen Vogel (SPD, Januar 1981 - Juni 1981): Er folgt in Berlin auf den zurückgetretenen Regierenden Bürgermeister Dietrich Stobbe und will die Regierungskrise überwinden helfen. Aus der Neuwahl im Mai 1981 geht jedoch die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Richard von Weizsäcker als Sieger hervor. 1982 wird Vogel Kanzlerkandidat der SPD.

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RND/dpa

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