Dienstwagen der Umweltministerin fast am umweltschädlichsten

  • Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking der umweltschädlichsten Politiker-Dienstwagen.
  • Den zweifelhaften ersten Platz innerhalb der Bundesregierung nimmt Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Anspruch.
  • Eine Ministerin mit CDU-Parteibuch fährt am umweltfreundlichsten.
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Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fährt den umweltschädlichsten Dienstwagen aller Bundesminister. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor.

Demnach stößt sein BMW 745Le xDrive 258 Gramm Kohlendioxis (CO2) je Kilometer aus. Auf dem vorletzten Platz landen Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) mit ihren BMW 745e iPerformance und 242 Gramm.

Am umweltfreundlichsten fährt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) im Audi A8 L 50 TDI quattro, der 216 Gramm CO2 ausstößt.

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Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (CDU), fährt im umweltfreundlichsten Dienstwagen. © Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist mit dem umweltschädlichsten Dienstwagen aller Länderchefs unterwegs. Demnach stößt Müllers gepanzerter S-Klasse-Mercedes im Realbetrieb 408 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer aus. Zudem frisst der 530 PS starke Benziner mit einem Normverbrauch von 11,6 Litern je 100 Kilometern den meisten Sprit.

Dienstwagen vor dem Deutschen Bundestag. © Quelle: imago images / photothek

Im Ländervergleich ist Hessen das Schlusslicht

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Zum Vergleich: Der am umweltfreundlichsten motorisierte Länderchef, Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), erzeugt mit seinem Dienstwagen laut DUH real 200 Gramm CO2 je Kilometer. Er ist in einem Hybrid-Mercedes E-Klasse unterwegs.

Schon im Vorjahr lag Müller beim Vergleich der Umweltverträglichkeit der Dienstkarossen ganz hinten. Damals hatte er angekündigt, Alternativen zu prüfen.

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Mit seiner gesamten Fahrzeugflotte liegt der rot-rot-grüne Senat im DUH-Ländervergleich mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 202 g/km auf Platz 2 von 16. Am besten steht Bremen da (199 g/km), Hamburg ist gleichauf mit Berlin. Schlusslicht ist Hessen (255 g/km).

Lesen Sie hier die Dienstwagen Rankings für Bundesminister, Länderchefs, Landesregierungen und Umweltminister

Bei den Umweltministern der Länder landet Nordrhein-Westfalens Ressortchefin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit ihrem BMW 740 Le xDrive iPerformance und einem Ausstoß von 243 Gramm CO2 auf dem letzten Platz. Besonders umweltfreundlich ist die Berliner Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) im VW Passat GTE 1,4 TSI (164 Gramm CO2) unterwegs. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen hier Hamburgs Ressortchef Jens Kerstan im BMW 330 iPerformance (165 Gramm) und Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (beide Grüne) im Audi e-tron (166 Gramm).

Die "reale" DUH-Definition des CO2-Ausstoßes ist nicht unumstritten. Sie ist nicht identisch mit den Angaben zum offiziellen Normausstoß der Autohersteller, die deutlich tiefer liegen. Bei ihrer eigenen Erhebung berechnet die DUH die durchschnittliche Abweichung der Herstellerdaten von Messwerten im tatsächlichen Fahrbetrieb.

Sie stützt sich dabei auf Methoden des Umweltforschungsverbunds ICCT, der den VW-Abgasskandal mit aufdeckte.

mit dpa

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