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Die Linke: Jan Korte kandidiert nicht für den Vorsitz

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte.

Berlin. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, wird definitiv nicht für den Vorsitz der Linken kandidieren. Das sagte er am Montag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Viele haben mich gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, auch Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte”, sagte er dem RND. “Ich habe es mir lange und gut überlegt.”

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Dann fügte Korte hinzu: “Mein Platz ist in der Fraktion, als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer werde ich auch im kommenden wichtigen Wahljahr in dieser zentralen Rolle tätig sein.” Er mahnte zugleich: “Die notwendigen Debatten auf dem Parteitag der Linken sollten wir nach meiner Auffassung nicht nur ums Personal, sondern mit Blick auf die Gesellschaft führen und darum, wie wir einen neuen Aufbruch für die Linke hinbekommen.”

Der 43-Jährige, der in Osnabrück geboren wurde und seinen Wahlkreis seit Jahren in Anhalt-Bitterfeld hat, galt bis zuletzt als einziger Linken-Politiker, der den erklärten Kandidatinnen Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, und Susanne Hennig-Wellsow, Partei- und Fraktionsvorsitzende in Thüringen, mit Aussicht auf Erfolg hätte Paroli bieten können. Insbesondere Linksfraktionschef Dietmar Bartsch und dessen Umfeld hätten eine Kandidatur Kortes gern gesehen.

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In der Partei wird deshalb mittlerweile allgemein damit gerechnet, dass die beiden Frauen beim Parteitag am 31. Oktober und 1. November in Erfurt auch tatsächlich gewählt werden und die seit 2012 amtierenden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger ablösen. Dass dies nun relativ reibungslos geschehen könnte, wäre für eine an harte Machtkämpfe gewöhnte Linke relativ ungewöhnlich.

In der vorigen Woche hatte der zwischenzeitlich ebenfalls gehandelte ehemalige Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn erklärt, dass er für das Amt eines der stellvertretenden Parteivorsitzenden kandidieren wird. Bei der Gelegenheit sagte Höhn, der auch aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt kommt: “Die letzten Wahlen in Europa, den Ländern und Kommunen haben gezeigt: Die Linke bleibt zu oft weit unter ihren Möglichkeiten. Wir haben aber auch sehen können, zum Beispiel in Thüringen, Berlin oder Bremen, wie wir gemeinsam politische Erfolge und Veränderungen erkämpfen können.” Er wolle einen Beitrag dazu leisten.

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