Die langsame Rückkehr der K-Frage

  • Die Corona-Pandemie verhinderte die Wahl zum neuen CDU-Parteichef, die für den 25. April vorgesehen war.
  • Nun ist eine neue Diskussion darüber entfacht, wer der ideale Nachfolger für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.
  • Markus Söder scheint sich für am geeignetsten zu halten – nur sollte er langsam auch klar Stellung beziehen.
|
Anzeige
Anzeige

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

wer wird der nächste Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Längst hätte es in dieser wichtigen Frage mehr Klarheit geben sollen, doch der Ausbruch der Corona-Pandemie verhinderte zunächst die Wahl zum neuen CDU-Parteichef, die eigentlich für den 25. April vorgesehen war – und damit auch die Grundsatzentscheidung, ob der neue Vorsitzende gleichzeitig als Kanzlerkandidat der Union in die Bundestagswahl 2021 gehen würde. In diesem Fall wäre Markus Söder von der CSU außen vor gewesen.

Neben NRW-Regierungschef Armin Laschet, der mit Gesundheitsminister Jens Spahn als Stellvertreter im Team antritt, bewerben sich der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den CDU-Vorsitz. CSU-Chef Söder gilt spätestens seit der Corona-Krise als durchaus populärer Kandidat für die Nachfolge von Angela Merkel.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

“Klar ist, die Debatte jetzt bringt uns nichts, ganz im Gegenteil, sie wird keinem helfen”, sagte Söder am Montag vor einer Sitzung des CSU-Parteivorstands in München. Tatsächlich jedoch vergeht kaum eine Woche, in der Söder sich nicht selbst in Stellung bringt. Mit mal mehr, meist weniger subtilen Andeutungen lässt er durchblicken, dass er sich selbst für den am besten geeigneten Anwärter auf die Nachfolge Angela Merkels hält. Am Wochenende hatte Söder dem “Tagesspiegel” gesagt, dass sich der Kanzlerkandidat der Union in der Corona-Krise bewiesen haben müsse. Klammer auf: so wie ich. Klammer zu. Meine Kollegin Marina Kormbaki kommentiert, dass Söder endlich sagen muss, was er will.

Söder scheint ein gutes Gefühl dafür zu haben, wann es richtig ist vorzupreschen – und wann es besser ist abzuwarten. Erst in diesen Tagen hatte er sich deutlich positioniert, die Maskenpflicht im öffentlichen Raum in Bayern nicht abschaffen zu wollen. Am Montag zogen alle Gesundheitsminister der Länder nach und bestätigten, dass das Tragen eines Mundschutzes zumindest beim Einkaufe vorerst Pflicht bleibt.

Video
Ende der Maskenpflicht? Das sagen Politiker
1:28 min
Maske auf, Maske ab: Viele sind genervt von den anhaltenden Hygienevorschriften. Ein Ende der Maskenpflicht schließt die Mehrheit der Politiker allerdings aus.  © RND
Anzeige

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag,

Ihr Marco Fenske

Anzeige

Chefredakteur RedaktionsNetzwerk Deutschland

marco.fenske@RND.de


Zitat des Tages

“Ich fühle mich gesegnet.”

Tom Hanks, Oscarpreisträger, nach seiner überstandenen Corona-Infektion im Interview mit dem RND

Unsere Leseempfehlungen

Anzeige
  1. Wie viele Reiche leben in Deutschland, wie viele Arme? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichte eine Studie zur Einkommensverteilung in Deutschland. Anhand einer interaktiven Grafik kann das eigene Einkommen verglichen werden.
  2. Was sich der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr zu seinem 80. Geburtstag wünscht, ist außer “Peace and Love” noch lange auftreten zu können. Unter dem Livemusik-Lockdown leidet der Chef der All-Starr Band derzeit besonders. Größte Freude des Popgiganten ist seine Familie – acht Enkel hat das Einzelkind inzwischen. Das Gespräch mit einer Legende.

Der Schnappschuss

Auch in Wales wurden die Corona-Beschränkungen gelockert. Gelegenheit für einen jungen Sportler, sich wieder am Strand auszutoben. © Quelle: Getty Images

Jede Stunde neu: News zum Hören

Der neue Podcast

Anzeige
“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen