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Deutschland stellt fast 200 Millionen Euro für Hilfen im Jemen bereit

  • Das Auswärtige Amt zahlt 125 Millionen Euro, das Entwicklungsministerium gibt weitere 70 Millionen Euro hinzu.
  • Diese Zusagen hat Deutschland im Rahmen einer internationalen Geberkonferenz für den Jemen gemacht.
  • Die Gelder sollen unter anderem in die Nahrungsmittelnothilfe, Gesundheitsversorgung sowie Wasser- und sanitäre Versorgung fließen.
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Berlin/New York. Deutschland hat bei einer internationalen Geberkonferenz fast 200 Millionen Euro Hilfen für den Jemen zugesagt. Wie das Auswärtige Amt am Dienstag auf seiner Internetseite mitteilte, kündigte Staatsminister Niels Annen (SPD) an, dass das Ministerium für das laufende Jahr 125 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitstelle.

Darüber hinaus gebe das Entwicklungsministerium nach eigenen Angaben weitere 70 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen.

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Saudi-Arabien und seine Verbündeten haben eine zweiwöchige Unterbrechung ihres Einsatzes gegen die Huthi-Miliz angekündigt.  © Reuters
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Rasante Corona-Ausbreitung im Jemen befürchtet

Die Gelder aus Deutschland fließen laut Außenamt beispielsweise in die Bereiche Nahrungsmittelnothilfe, Gesundheitsversorgung sowie Wasser- und sanitäre Versorgung. Ein Sprecher des Entwicklungsministeriums nannte auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes zudem Corona-Sofortmaßnahmen wie Schulspeisungen und die Wiederherstellung zerstörter Krankenhäuser. Im Jemen wird eine rasante Ausbreitung des Coronavirus befürchtet.

Zu der virtuellen Geberkonferenz am Dienstag hatten die Vereinten Nationen zusammen mit Saudi-Arabien eingeladen. Die UN schätzen den Hilfebedarf in den nächsten sieben Monaten auf 2,4 Milliarden US-Dollar (2,16 Milliarden Euro).

UN: Schlimmste humanitäre Krise weltweit

Davon waren bisher erst 15 Prozent finanziert. Nach UN-Angaben stellt die Situation im Jemen die schlimmste humanitäre Krise weltweit dar. 80 Prozent der 30 Millionen Einwohner sind auf Hilfe zum Überleben angewiesen.

Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition an, die aufseiten der jemenitischen Regierung gegen die Huthi-Rebellen kämpft, die wiederum Unterstützung aus dem Iran erhalten.

RND/epd

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