Deutsche Konzerne warnen vor zunehmendem Antisemitismus

  • Mehrere deutsche Konzerne haben ihre Sorge vor zunehmendem Antisemitismus ausgedrückt.
  • Die Unternehmen stellen sich gemeinsam hinter die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance.
  • Am Mittwoch wird international der Opfer des Holocaust gedacht.
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Berlin. Vor dem Holocaust-Gedenktag an diesem Mittwoch haben sich fünf deutsche Unternehmen für mehr Anstrengungen im Kampf gegen Antisemitismus ausgesprochen. Mit großer Sorge blickten sie auf die Zunahme von Hass auf Juden, erklärten am Dienstag die Deutsche Bahn, die Autohersteller Daimler und Volkswagen, die Deutsche Bank und der Bundesliga-Verein Borussia Dortmund.

Die Morde in Hanau, der Anschlag auf die Synagoge in Halle oder die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke seien Beispiele dieser fatalen Entwicklung. Das schrieben die Beteiligten in einer zusammen mit dem Freundeskreis der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Berlin vorgestellten Erklärung zum 76. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.

Firmen stellen sich hinter internationale Antisemitismus-Definition

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Grundlage für die Erklärung ist die Antisemitismus-Definition der zwischenstaatlichen Organisation International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Demnach ist Antisemitismus eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich in Wort oder Tat gegen Juden und Nichtjuden sowie religiöse Institutionen richtet oder die Existenz Israels infrage stellt. Antisemitisch sind laut dieser jüngst von der EU angenommenen Definition auch die Vorstellung einer „jüdischen Weltverschwörung“, die Holocaust-Leugnung oder der Vorwurf, Juden fühlten sich Israel stärker verpflichtet als ihren jeweiligen Heimatländern.

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Alle Beteiligten eine die Hoffnung, dass während der deutschen Präsidentschaft der IHRA bis Ende März 2021 auch andere Firmen und Organisationen diesem Schritt folgen, erklärten Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund), Richard Lutz (Deutsche Bahn), Ola Källenius (Daimler), Paul Achleitner (Deutsche Bank) und Gunnar Kilian (Volkswagen).

RND/dpa

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