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Klöckner will Kükentöten weiter bis 2021 beenden

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im Deutschen Bundestag.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im Deutschen Bundestag.

Düsseldorf. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) lehnt einen von der Geflügelwirtschaft vorgeschlagenen freiwilligen Ausstieg aus dem Kükentöten bis Mitte 2023 ab. Das wolle die Ministerin als Reaktion auf ein Schreiben des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft deutlich machen, berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Montag). Es bleibe ihr erklärtes Ziel, bis Ende 2021 in Deutschland ganz aus dem Töten männlicher Küken ausgestiegen zu sein. Sie lasse dazu gerade ein Gesetz erarbeiten.

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Branchenverand: Technische Lösung noch nicht praxisreif

Die Zeitung zitiert aus einer E-Mail des Zentralverbands an Klöckner, "dass spätestens ab dem 1. Juli 2023 bei ausreichender Warenverfügbarkeit die Umstellung des Eierangebots im Lebensmitteleinzelhandel erfolgt" sein soll. Verfahren der Geschlechtsbestimmung im Ei zur Vermeidung des Tötens männlicher Küken seien weltweit noch nicht praxisreif, argumentiert der Branchenverband demnach. Zudem lasse sich in Deutschland die Aufzucht von Hähnchen "als Lösungsbeitrag kurzfristig nicht in einer Größenordnung von 30 Millionen Mastplätzen realisieren".

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Männliche Küken sind für die Fleisch- und Eierproduktion ungeeignet. In der EU wird es deshalb geduldet, dass sie innerhalb von 72 Stunden nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast werden. Das Bundesverwaltungsgericht hatte das millionenfache Kükentöten für rechtmäßig erklärt, bis geeignete Verfahren zur Geschlechtsbestimmung der Tiere im Ei entwickelt sind. Diese Alternative gebe es jetzt, argumentiert Klöckner. Daher rechne sie nicht mit einer Klage gegen ein gesetzliches Verbot des Kükentötens.

RND/epd

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