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  • Deutsche Bahn in Corona-Krise: Merkel über kürzere Fahrzeiten, Ausbau des Schienennetzes und bessere Technik

Merkel: Bahn braucht kürzere Fahrzeiten, schnelleren Netzausbau, bessere Technik

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt die Bedeutung der Deutschen Bahn in der Corona-Pandemie.
  • Doch sie übt auch Kritik: Fahrzeiten sind noch zu lang, das Schienennetz ist nicht gut genug ausgebaut.
  • Außerdem hinke die Signal- und Kommunikationstechnik den technischen Möglichkeiten hinterher.
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Berlin. Die Deutsche Bahn muss aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Fahrzeiten verkürzen und ihr Schienennetz schnell ausbauen. Das wäre wichtig, „damit noch mehr Passagiere vom Flugzeug auf die Bahn umsteigen“, sagte die CDU-Politikerin dem Magazin „DB Mobil“.

Auf die Frage, was die Bahn noch besser machen könne, antwortete sie außerdem: „Bei der Digitalisierung ist noch Luft nach oben, denn die Signal- und Kommunikationstechnik hinkt derzeit hinter den technischen Möglichkeiten her.“

Durch den effizienteren Einsatz digitaler Lösungen könnte, wie die Bahn selbst errechnet habe, rund 20 Prozent mehr Verkehr im Netz abgewickelt werden, erläuterte die Kanzlerin. „Ein Beitrag zu mehr Pünktlichkeit wäre es obendrein.“

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Merkel würdigte zugleich die Bedeutung der Deutschen Bahn in der Corona-Pandemie: „Dass Züge fahren und der Warenverkehr fließt, hat für unsere Gesellschaft große Bedeutung - die Corona-Pandemie führt uns das einmal mehr vor Augen. Die Beschäftigten der Bahn leisten in dieser Zeit Enormes für unser Gemeinwohl.“

Eine “demokratische Zumutung”

Dafür danke sie ihnen. „Die Bahn bringt Berufstätige sicher zur Arbeit und hält die notwendigen Lieferketten aufrecht.“ Zudem werde man nur mit Hilfe des Schienenverkehrs die gesetzten Klimaziele erreichen.

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Die Corona-Pandemie ist aus Merkels Sicht indes “eine demokratische Zumutung”. Das gelte für das Land und auch für sie selbst. “Dass Bund und Länder Freiheitsrechte einschränken, gehört zu den schwersten Entscheidungen meiner Amtszeit. Dennoch waren diese Entscheidungen im Wortsinn notwendig.”

Sie habe sich Ende 2019 nicht vorstellen können, dass eine Pandemie Staaten, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt vor eine nie da gewesene Herausforderung stelle und zu weitreichenden und einschneidenden Entscheidungen zwinge.

RND/dpa

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