• Startseite
  • Politik
  • Deutsch-russisches Verhältnis: Maas wirbt für verstärkten Dialog

Maas wirbt für verstärkten Dialog mit Russland: Schweigen löse keine Probleme

  • Das deutsch-russische Verhältnis ist so angespannt wie seit vielen Jahren nicht.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas wirbt deshalb für einen verstärkten Dialog mit Russland.
  • Durch Schweigen werde keines der Probleme gelöst, sagt der SPD-Politiker.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundesaußenminister Heiko Maas hat für einen verstärkten Dialog mit Russland geworben, um tiefgreifende Differenzen zu überwinden. „Die Zeiten sind ernst im deutsch-russischen Verhältnis, so ernst wie wohl in den letzten 30 Jahren nicht“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in einer Videobotschaft bei den Potsdamer Begegnungen, einer jährlich stattfinden deutsch-russischen Konferenz. Keines der Probleme zwischen Deutschland und Russland werde durch Schweigen gelöst. „Lösungen entstehen nur, indem wir miteinander reden.“

Ohne Austausch drohe Entfremdung und die Verfestigung von Vorurteilen und Zerrbildern, betonte Maas. „Wer Deutschland oder den Westen pauschal zu Feinden Russlands macht, der verbaut uns die Chance auf eine gemeinsame Zukunft.“

Lawrow beklagt „absurde Anschuldigungen“

Anzeige

Die deutsch-russischen Beziehungen stecken seit vielen Monaten in der tiefsten Krise seit dem Kalten Krieg. Zu den massiven Spannungen haben zuletzt die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts, die Vergiftung und spätere Verhaftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, der Mord an einem georgischen Tschetschenen in Berlin und ein Hackerangriff auf den Bundestag geführt.

Anzeige

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die deutsch-russischen Beziehungen in seiner Videobotschaft als schwierig und beklagte sich darüber, dass der Westen „absurde Anschuldigungen“ gegen Moskau richte. „Wir haben jetzt eine Erosion des Fundaments unserer Beziehungen“, sagte Lawrow laut Übersetzung der Veranstalter. Russland sei aber nicht an einer Konfrontation interessiert. Auch Lawrow warb für eine „positive Tagesordnung“ vor allem für die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen