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Der Retter der Linken: Sören Pellmann meldet Ambitionen auf Fraktionsvorsitz an

  • Die Linke musste bei der Bundestagswahl eine herbe Niederlage einstecken.
  • Mit gerade einmal 4,9 Prozent der Stimmen wäre sie beinahe aus dem Bundestag geflogen.
  • Einer ihrer Retter ist Sören Pellmann, der mit einem Direktmandat dafür sorgt, dass die Partei in Fraktionsstärke im Parlament bleiben kann.
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Leipzig/Hannover. Der linke Direktmandatgewinner im Leipziger Süden, Sören Pellmann, hegt Ambitionen auf den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag. „Wie sieht es an der Fraktionsspitze aus? Wollen die beiden weitermachen oder gibt es vielleicht auch die Idee, die drei Retterinnen und Retter zu würdigen? Ohne jeden von uns dreien – Gregor Gysi, Gesine Lötzsch und mich – gebe es diese Fraktion ja gar nicht“, sagte er in einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“.

Vor zwei Jahren habe er bereits stellvertretender Fraktionsvorsitzender werden wollen. „Damals fand man das nicht so unterstützenswert.“ Nun sieht er sich unter Umständen auch in der Rolle des Chefs der Fraktion. „Ich kann mir das vorstellen. Aber wenn Amira Mohamed Ali oder Dietmar Bartsch sagen, sie möchten das gern weitermachen, dann haben sie auch meine volle Unterstützung.“

Pellmann hatte neben Gysi und Lötsch mit seinem Direktmandat der Linken den Einzug in den Bundestag in Fraktionsstärke gesichert, obwohl die mit 4,9 Prozent unter der 5-Prozent-Hürde geblieben war. Grund dafür ist die sogenannte Grundmandatsklausel. Sie besagt, dass, wenn eine Partei, die drei oder mehr Direktmandate gewinnt, eine Mandatsvergabe nach Zweitstimmenergebnis erfolgt, auch wenn dieses unter fünf Prozent liegt.

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Wie er der „LVZ“ berichtete, stehe sein Telefon seither nicht still. „Ich denke, es waren bisher mehrere Hundert Anrufe und SMS aus dem gesamten Bundesgebiet, die mir mit großer Dankbarkeit gratuliert haben.“ Der erste Anruf aus der Bundespolitik sei von der Parteivorsitzenden Janine Wissler gekommen. Fraktionschef Dietmar Bartsch habe kurz danach angerufen. „Eh man allerdings selbst realisiert, was da gerade passiert – das dauert noch eine ganze Weile länger“, sagte er.

RND/cz

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