Der große Kampf um den Türkei-Urlaub

  • Heute geht es um den Urlaub in der Türkei: die Hintergründe und mögliche Folgen.
  • Im Hintergrund geht es auch um andere Themen – zum Beispiel den Krieg in Libyen.
  • Hörempfehlung: unser neuer Podcast “Staat, Sex, Amen” von Imre Grimm und Kristian Teetz.
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

diese besondere Berlin-Reisegruppe hat weder Stadtplan noch Partylaune im Gepäck. Wenn heute die türkische Delegation aus dem Flieger steigt, hat sie vor allem eines dabei: die Forderung nach mehr deutschen Touristen.

Noch steht die Türkei auf der Liste der Corona-Risikoländer. Ein paar Zahlen machen deutlich, welche Folgen das hat.

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Mehr als fünf Millionen Deutsche haben im Jahr 2019 Urlaub in der Türkei gemacht – es ist das drittbeliebteste Reiseziel hierzulande. Für die Türkei macht der Tourismus mehr als 10 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Gestern wurde zudem bekannt, dass Volkswagen auf den Bau einer Fabrik in der Türkei verzichtet.

Heute also reist der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit dem Tourismusminister nach Berlin. Sie treffen Außenminister Heiko Maas und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Es stehen schwierige Gespräche bevor.

Reisen in die Türkei sind zwar nicht verboten, doch Urlauber dürfen auf wenig Hilfe rechnen, wenn sie sich dort mit dem Coronavirus anstecken sollten. Auch mit dem Arbeitgeber könnte es Probleme geben, wenn aus dem Risiko eine reale Ansteckung wird. Arbeitsrechtler richten dringende Warnungen an potenzielle Urlauber, und das gilt bei Weitem nicht nur für die Türkei. Hier finden Sie eine Liste aller Staaten und Regionen, in denen weiterhin besondere Vorsicht geboten ist.

Was die Verhandlungen heute zusätzlich kompliziert macht: Mehr oder weniger im Hintergrund geht es auch um ganz andere Themen als den Kampf um den Urlaub – zum Beispiel den Krieg in Libyen und den Migrationsvertrag zwischen der Türkei und der EU. Was alles auf dem Tisch liegt, beschreibt Marina Kormbaki in ihrer Analyse.

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Unsere Hörempfehlung

Meine Kollegen Imre Grimm und Kristian Teetz sind nicht nur tolle Journalisten, sondern auch sehr beliebte Kantinenbegleiter. Wer sich geistreich und humorvoll die Mittagspause vertreiben will, verabredet sich am besten mit ihnen. Weil wir Ihnen das Duo nicht vorenthalten wollen, gibt es nun den Podcast “Staat, Sex, Amen” – von und mit Imre Grimm und Kristian Teetz. Wie der Name schon sagt, geht es um alles und nichts, in Folge eins zum Beispiel um das längste Wort im Duden, den Segway und weitere gescheiterte Erfindungen.

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Wir wünschen Ihnen einen sicheren Start in diesen Tag,

Ihr Marco Fenske

Chefredakteur RedaktionsNetzwerk Deutschland

marco.fenske@RND.de

Der Experte des Tages

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Gerhard Schröder ist noch immer ein gefragter Mann. Gestern stand er dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags als Fachmann zur Seite, als es um die Energiesicherheit ging. Dass der Altkanzler im Verwaltungsrat der Pipelinefirma Nord Stream 2 sitzt, störte ihn selbst dabei nicht – andere aber schon.

Gerhard Schröder wartet auf den Beginn der Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zum Pipelineprojekt Nord Stream 2 im Sitzungssaal. © Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Die Sonne, wie Sie sie noch nie gesehen haben

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Zehn Jahre in einer Minute: Dieses Video zeigt unsere Sonne im Zeitraffer  © RND/NASA


“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
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