Der E-Roller-Spaß hat Grenzen

Strengere Regeln für E-Roller? Das Fahren mit den neuen Elektro-Flitzern macht Spaß. Diese Form der Mobilität zu verteufeln, wäre grundverkehrt. Doch jeder Spaß hat seine Grenzen, kommentiert Rasmus Buchsteiner.

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Berlin. Seit gut sechs Wochen sind sie in Deutschland offiziell zugelassen. Es gibt inzwischen einen regelrechten Hype um die neuen E-Roller. In immer mehr Städten werden die elektrischen Zweiräder zum Verleih angeboten. Doch die ersten Erfahrungen sind nicht nur positiv.

Vielerorts liegen E-Roller auf den Bürgersteigen herum, versperren den Weg und werden so zur Gefahr für Fußgänger – gerade für diejenigen, die in ihrer Mobilität ohnehin eingeschränkt sind.

Dass sich nun unter anderem der Sozialverband VdK zu Wort gemeldet hat und auf Gefahren für Kinder, Ältere und Behinderte durch massenhafte Nutzung von E-Roller hingewiesen hat, ist ein wichtiger Beitrag zu einer Debatte, die jetzt unbedingt geführt werden muss.

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Klar ist, dass in den nächsten Wochen und Monaten die Kontrollen ausgeweitet werden müssen. Jetzt jedoch höhere Bußgelder etwa fürs Fahren auf dem Gehweg zu verlangen, wäre vorschnell – reiner Aktionismus. Stattdessen sollten erst einmal die vorhandenen Regeln durchgesetzt werden – mit dem Verhängen von Bußgeldern. Mit einfachen Ermahnungen scheint es hier nicht getan zu sein.

„Jeder muss sich seiner Verantwortung bewusst sein“

Mit dem E-Roller zu fahren, macht Spaß. Diese neue Form der Mobilität zu verteufeln, wäre grundverkehrt. Doch jeder Spaß hat seine Grenzen. Und zwar dort, wo andere in Gefahr gebracht werden.

Wer etwa zu zweit mit den neuen Rollern unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und wenn die neuen Elektroflitzer überall in den Städten herumliegen, drohen sie zur Stolperfalle zu werden.

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Es liegt im Interesse der Verleiher, für sichere Abstell-Lösungen zu sorgen. Tun sie es nicht, werden Gesetzgeber und Kommunen sie einfordern müssen. Eine Option könnten zentrale Punkte mit E-Roller-Parkplätzen etwa an der jeweils nächsten Straßenecke sein.

Ansonsten gilt, was auch sonst im Verkehr normal sein sollte: Jeder muss sich seiner Verantwortung bewusst sein. Dazu gehören vorausschauendes Fahren, die richtige Einschätzung von Risiken und Rücksichtnahme.

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Von Rasmus Buchsteiner/RND