Der Blick richtet sich nach Europa – und auf Deutschland

  • Hier gibt RND-Chefredakteur Marco Fenske täglich einen Überblick.
  • Heute im Fokus: Europa, seine Politik und ein Treffen zwischen Merkel und Macron.
  • Wir wünschen Ihnen einen guten Start in diese Woche.
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Krise stellt die EU auf eine nie da gewesene Bewährungsprobe. Hilfspakete in gigantischer Höhe werden geschnürt, mögliche Reisebedingungen abgesteckt und die Suche nach einem Impfstoff gegen das Virus wird vorangetrieben.

Hält Europa diesen Stresstest aus?

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An diesem Mittwoch übernimmt Deutschland für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft. “Wir wollen ein starkes, modernes und bürgernahes Europa, das seine Werte zu schützen weiß, gemeinsam mit unseren europäischen Partnern voranbringen”, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der mehreren Ministerräten vorsitzen wird. Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel, so scheint es, wird die Rolle des großen Hoffnungsträgers zuteil.

Vor Merkels Aufeinandertreffen heute in Meseburg mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron haben sich einige Dinge gedreht.

Die Kanzlerin entfaltet zum Ende ihrer vierten Amtszeit erneut großen Einfluss, im eigenen Land und quer durch Europa. Der französische Präsident dagegen verliert indes an Rückhalt und Macht, noch während seiner ersten Amtszeit. Am Sonntag liefen seiner Partei La Republique en Marche bei den Kommunalwahlen die Wähler weg. Schon zuvor wurde der Präsident in Popularitätsumfragen von seinem eigenen Premierminister überholt.

“Nie war die EU so deutsch, das ist wahr. Aber nie tickte auch Deutschland so europäisch wie jetzt”, kommentiert unser Chefautor Matthias Koch in seinem Leitartikel.

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Von Bedeutung für die EU ist in diesen Tagen auch der Blick nach Polen: Dort stand gestern die Wahl zum Präsidenten an. Weil Amtsinhaber Andrzej Duda die absolute Mehrheit verpasste, wird es eine Stichwahl geben. Nicht wenige in der EU hoffen, dass sich Herausforderer Rafal Trzaskowski durchsetzt. Mein Kollege Jan Sternberg kommentiert den Ausgang der Wahl in Polen.

Nicht nur Politiker müssen mitunter schmerzlich erfahren, dass es ein Archiv gibt.

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“Wir haben eine klare Vision, und daran lassen wir uns auch messen. Wir wollen in fünf Jahren in die Top 20, wir wollen in zehn Jahren in die Top 10 von Europa”, hatte der damalige Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Bernd Hoffmann, im Jahr 2005 gesagt. Mit den Top 20 im Jahr 2010 wurde es nichts, mit den Top 10 im Jahr 2015 auch nicht. Gestern verlor der HSV am letzten Spieltag mit 1:5 gegen Sandhausen und spielt damit auch in der kommenden Saison in der 2. Liga.

Wir wünschen Ihnen einen bodenständigen Start in diese Woche,

Ihr Marco Fenske

Chefredakteur RedaktionsNetzwerk Deutschland

marco.fenske@RND.de

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Auch bei der Wahl in Polen geht nichts ohne Maske und Abstand. © Quelle: Getty Images

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