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  • Demos gegen Corona-Lockdown: Bürger in vielen Städten Europas am Wochenende auf der Straße

Lockdown-Frust: In Europas Staaten wird demonstriert

  • Kneipen, Restaurants und Kultureinrichtungen zu, dazu Kontaktverbote und Ausgangssperren:
  • Das Leben unter den staatlichen Beschränkungen in der Corona-Krise sorgt für Ärger.
  • Am Wochenende gingen Bürger vielerorts in Europa auf die Straße.
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Paris/London. Aus Frust und Ärger über die staatlichen Corona-Beschränkungen sind am Wochenende in verschiedenen Ländern Europas Zehntausende auf die Straße gegangen. Proteste gab es unter anderem an der deutsch-französischen Grenze, in London, Amsterdam und Stockholm.

Frankreich

Hunderte Menschen demonstrierten am Samstag an der deutsch-französischen Grenze gegen die verschärften Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Sie forderten ein Ende der Testpflicht für Pendler, wie die französische Nachrichtenagentur AFP aus dem Département Moselle berichtete. Die Polizei zählte etwa 600 Teilnehmer, die Organisatoren etwa 1000.

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Großbritannien

In London versammelten sich am Samstag einige Tausend Lockdown-Gegner. Sie zogen mit Plakaten und Bannern vom Hyde Park zur St. Paul’s-Kathedrale und durchs Regierungsviertel. Unter den aktuell geltenden Lockdown-Regeln sind Proteste eigentlich verboten. Etliche Demonstrierende trugen keine Schutzmasken und hielten keinen Abstand. Mehr als 30 Menschen wurden festgenommen, weil sie Polizisten angegriffen haben sollen.

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Schweiz

Hier gab es am Samstag die bisher größte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. In Liestal bei Basel versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 7000 Menschen – meist ohne Maske. In der Hauptstadt Bern wurde eine Demonstration von der Polizei verhindert. Die Behörden zeigten dort 600 Teilnehmer an.

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Niederlande

In Amsterdam vertrieb die Polizei die Teilnehmer einer ungenehmigten Kundgebung mit Wasserwerfern vom zentralen Platz vor dem Reichsmuseum. Zudem kesselte sie nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP 1000 Demonstranten am Rand des Grachtenviertels ein. Viele wurden dann mit Bussen an den Stadtrand gebracht. In den Niederlanden gab es in den vergangenen Wochen immer wieder gewalttätige Protestaktionen.

Serbien/Kroatien

Tausende Menschen protestierten unter anderem in Zagreb, Split, Dubrovnik und Belgrad gegen die Einschränkungen im Alltagsleben – meist, ohne dabei einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. In Belgrad wie auch im kroatischen Split bezeichneten die Demonstranten die Maskenpflicht als „Tyrannei“.

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Video
Tausende Querdenker*innen demonstrieren in Kassel
1:36 min
In Kassel haben sich rund 20.000 Demonstrierende der Querdenker-Bewegung versammelt, um gegen die aktuelle Corona-Politik zu demonstrieren.  © Lea Drabent,/RND

Schweden

In Stockholm, Göteborg und Malmö wurden am Samstag mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen von der Polizei aufgelöst, weil die Teilnehmerzahl überschritten wurde.

Rumänien

In Bukarest sowie fünf weiteren Städten gingen am Samstag Tausende Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz auf die Straße. Teilweise gehörten prominente Mitglieder der neuen extrem rechten Parlamentspartei AUR zu den Teilnehmern.

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Europäische Städte planen Corona-Schweigeminute am Mittwoch

In vielen Städten Europas soll es am Mittwoch eine gemeinsame Schweigeminute für die Corona-Opfer geben. Das kündigte der Verband Eurocities am Sonntag an, in dem rund 200 Städte aus knapp 40 Ländern zusammengeschlossen sind. „Europa braucht einen gemeinsamen Augenblick des Gedenkens“, erläuterte der Präsident des Verbandes, Dario Nardella, Bürgermeister der italienischen Stadt Florenz. Dazu soll am 24. März um zwölf Uhr mittags eine Minute lang geschwiegen werden.

Aus Deutschland sind in dem Verband unter anderem Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Hamburg, München und Stuttgart dabei. Nardella sagte, es gehe darum, die Toten zu betrauern und an die Menschen zu denken, die unter den Folgen der Pandemie litten. Wie ein Sprecher am Sonntag erläuterte, wollen die Bürgermeister mit der Schweigeminute auch unterstreichen, dass die Pandemie eine grenzüberschreitende Krise ausgelöst habe. Dazu soll es auf YouTube auch einen Livestream geben.

RND/dpa

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