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  • Demo gegen Corona-Politik in Berlin am 29.08.2020: Die Ereignisse zum Nachlesen

Demo gegen Corona-Politik in Berlin: Die Ereignisse zum Nachlesen

  • In Berlin haben sich die Gegner der aktuellen Corona-Politik der Bundesregierung am Samstag zu Kundgebungen versammelt.
  • Es kam zu Ausschreitungen und Festnahmen - vor allem vor der Russischen Botschaft.
  • Alles Wichtige zur Demo in unserem Liveticker.
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Aktuelle Informationen und Hintergründe:

  • Zu der Demonstration der Initiative Querdenken waren 22.000 Teilnehmer angemeldet. Die Kundgebung begann um 15.30 Uhr an der Straße des 17. Juni. Der Start war jedoch wegen der Nichteinhaltung von Vorschriften gefährdet.
  • Der vorher angemeldete Demozug wurde bereits nach wiederholten Aufforderung der Polizei, die Abstände einzuhalten und einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, aufgelöst, da die Teilnehmer dem nicht nachkamen. Es bildeten sich Sitzblockaden, die von der Polizei aufgelöst werden mussten.
  • Die Polizei war nach eigenen Angaben am Samstag mit 3000 Kräften im Einsatz. Unter anderem war ein Hubschrauber der Polizei aufgestiegen, der ein Livebild aus der Luft an die Monitore der Einsatzleitung übertrug.
  • Innensenator Andreas Geisel sagte in seinem Statement unter anderem, dass insgesamt 300 Personen festgenommen wurden. Unter ihnen auch Vegan-Koch Attila Hildmann.
  • Eigentlich wollten die Berliner Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin gegen die Verbotsverfügung der Polizei wurde in der Nacht zum Samstag bekannt.

Berlin: Demo gegen Corona-Politik am Samstag

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Zehntausende demonstrierten gegen Corona-Maßnahmen in Berlin - die Entwicklungen zum Nachlesen im Ticker:

Live-Ticker
Aktualisieren
  • 29.08.20 20:35
    Wir beenden an dieser Stelle den Live-Ticker zur Berliner Demo gegen die Corona-Maßnahmen.

    Das Redaktionsnetzwerk Deutschland bedankt sich für Ihr Interesse und wünscht Ihnen eine ruhige Nacht!

  • 29.08.20 20:33
    Politiker bestürzt über Ereignisse vor Berliner Reichstag

    Mehrere Politiker haben sich bestürzt über die Ereignisse vor dem Berliner Reichstag geäußert. Außenminister Heiko Maas (SPD) twitterte: "Alle haben Recht, über Umgang mit Corona zu streiten & natürlich für Ihre Meinung zu demonstrieren. Niemand sollte dafür Rechtsextremen hinterherlaufen, PolizistInnen gefährden & viele einem Infektionsrisiko aussetzen. Reichsflaggen vorm Parlament sind beschämend." SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) schrieb: "Unser Grundgesetz garantiert Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht. Es ist die Antwort auf das Scheitern der Weimarer Republik und den Schrecken der NS-Zeit. Nazisymbole, Reichsbürger- & Kaiserreichflaggen haben vor dem Deutschen Bundestag rein gar nichts verloren."

    Demonstranten gegen die staatliche Corona-Politik hatten am Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen. Sie seien die Treppe hoch gestürmt, berichtete ein dpa-Reporter. Polizeibeamte drängten die Menschen zurück. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, es kam zu Rangeleien. Am Reichstagsgebäude hatte es zuvor eine Kundgebung gegeben. Bei Demonstranten waren auch die von Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen.

    Der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz erklärte: "Teilnehmer einer Demonstration zu der auch AfD und NPD mobilisierten, haben versucht den Reichstag zu stürmen. Reichskriegsflaggen bestimmen das Bild vor dem Gebäude. #Sommer2020 Es ist einfach nur ekelhaft und zum schämen."
  • 29.08.20 19:50
    Berlins Innensenator: Erwartbar, was passiert ist

    Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat die Ereignisse bei den Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in Berlin als vorhersehbar bezeichnet. "Es war erwartbar, was heute passiert ist", sagte er am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Abstandsregeln waren meist nicht eingehalten worden, die Demonstration musste aufgelöst werden. An einigen Stellen in der Stadt kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Geisel hatte die Proteste im Vorfeld verboten, Gerichte kippten die Entscheidung aber.

    Geisel erklärte weiter, er sei der Meinung, "dass ich eine klare
    politische Haltung haben muss". Denn es hätten sich am Samstag
    nicht Menschen versammelt, die an einzelnen Entscheidungen der
    Regierung in Corona-Sachen Kritik übten, sondern die an
    "unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung insgesamt
    Zweifel hegen und sie angreifen wollen". Die Menschen seien
    radikalisiert. Er glaube nicht, "dass es der Demokratie dient, wenn wir uns wegducken und keine Haltung zeigen".

  • 29.08.20 19:06
  • 29.08.20 17:29
    Demonstranten stürmen durch Absperrung auf Reichstags-Treppe

    Demonstranten gegen die staatliche Corona-Politik haben am Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen. Sie seien die Treppe hoch gestürmt, berichtete ein dpa-Reporter am Ort. Polizeibeamte drängten die Menschen zurück, sie setzten Pfefferspray ein. Es kam zu Rangeleien. Am Reichstagsgebäude hatte es zuvor eine Kundgebung gegeben.
    https://twitter.com/KonstantinKuhle/status/1299770802917838851
    https://twitter.com/heikomaas/status/1299778431262044166?s=21
  • 29.08.20 16:25
    Hildmann vor der Russischen Botschaft festgenommen

    Heftige Auseinandersetzungen gab und gibt es laut Innensenator Geisel weiter vor der Russischen Botschaft auf der Straße Unter den Linden.

    Dort seien aktuell zwei bis drei Tausend Rechtsextreme und Reichsbürger versammelt. Es kam zu Stein- und Flaschenwürfen auf die Polizeibeamten vor Ort. Laut Polizei gab es dort auch Gefangenenbefreiungen.

    In dem Zuge kam es allein an diesem Ort zu fast 200 Festnahmen. Unter den Festgenommenen Personen sei auch Attila Hildmann, sagte Geisel.

  • 29.08.20 16:22
    Laut Innensenator Andreas Geisel waren nach ersten Schätzungen der Berliner Polizei rund um alle Demonstrationen in der Stadt 35.000 bis 38.000 Personen unterwegs.

    Die Kundgebung an der Siegessäule laufe nach aktuellem Stand noch. Dort habe sich mittlerweile ein Abstrom an Demonstranten eingestellt. Aktuell schätze man, dass noch 30.000 Demonstranten dort vor Ort sind. Geisel schätzt, dass die Kundgebung noch bis ca. 21 Uhr läuft.

  • 29.08.20 15:48
    Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) gibt um 18.15 Uhr ein Statement ab.

  • 29.08.20 15:09
    Derweil wird auf der Straße Unter den Linden eine Sitzblockade von der Polizei geräumt.

    Vor der Russischen Botschaft sollen sich laut eines Polizeisprechers rund 2000 Menschen versammelt haben. Dort seien Einsatzkräfte angegriffen worden. Weitere Angaben dazu konnte er vorerst nicht machen.

  • 29.08.20 14:40
    Kundgebung in Berlin: Redner fordert Aufhebung aller Corona-Gesetze

    Bei der Großkundgebung am Samstag forderte der Initiator Michael Ballweg von der Stuttgarter Initiative Querdenken, die Aufhebung aller zum Schutz vor der Corona-Pandemie erlassenen Gesetze sowie die sofortige Abdankung der Bundesregierung. Dafür bekam er großen Beifall. Zugleich dankte Ballweg der Berliner Polizei, "die uns ermöglichte, hier friedlich zu demonstrieren".

    Der US-Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Impfgegner Robert Francis Kennedy junior, Neffe des US-Präsidenten John F. Kennedy, wandte sich in seinem Redebeitrag gegen den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes, warnte vor einem Überwachungsstaat und attackierte in diesem Zusammenhang unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates. Unter Verweis auf den berühmten Berlin-Besuch des US-Präsidenten Kennedy im Juni 1963 sagte er, sein Onkel sei damals nach Berlin gekommen, weil in der Stadt die Front gegen Totalitarismus verlaufen sei. "Heute ist Berlin wieder die Front gegen Totalitarismus", fügte er an.


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Video
Eindrücke der Corona-Demo in Berlin
2:54 min
Vor dem Brandenburger Tor geraten Demonstranten und Polizei aneinander.  © RND

Zu der Versammlung aufgerufen hatte die Stuttgarter Initiative “Querdenken 711”, die Unterstützung von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen erhält.

RND/feh/mjp/fw/dpa

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