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Debatte um Impfschwänzer: DRK-Präsident von MV fordert 50 Euro Strafe

  • Menschen, die ohne Absage nicht zu ihrem Impftermin erscheinen, sollen 50 Euro Strafe zahlen, forderte der DRK-Präsident von Mecklenburg-Vorpommern (MV), Werner Kuhn, im Gespräch mit der „Ostsee-Zeitung“ (OZ).
  • Die Debatte um die sogenannten Impfschwänzer spaltet die Gemüter.
  • Während SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Forderung von Strafzahlungen unterstützt, spricht sich Armin Laschet dagegen aus.
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Mit dem neuen Begriff „Impfschwänzer“ sind Menschen gemeint, die nicht zu ihrem Termin für die Zweitimpfung kommen, ohne diesen abzusagen. Der DRK-Präsident von Mecklenburg-Vorpommern (MV), Werner Kuhn, bezeichnet dies als „unsolidarisches Verhalten“, weil damit anderen impfwilligen Menschen ein Termin weggenommen werde.

Kuhn forderte gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ (OZ) nun, Impfschwänzern Strafzahlungen in Höhe von 50 Euro in Rechnung zu stellen. Dieser Betrag entspräche ungefähr den Ausgaben für verfallene Impfdosen, Mitarbeiter und Lieferung. Außerdem sollten gegen diese Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden.

Einen Tag zuvor hatte bereits Mario Czaja, Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), Strafzahlungen für Impfschwänzer gefordert – in Höhe von 25 bis 30 Euro. Danach schlossen sich auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und weitere Vertreter von Union und SPD dem Vorschlag an.

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Andere Politiker sind wiederum dagegen, unter ihnen Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet. „Solidarität erzwingt man nicht durch Strafen“, sagte Laschet dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Jeder, der einen Termin nicht wahrnehmen könne oder schon woanders eine Impfdosis erhalten habe, solle durch eine Nachricht an das Impfzentrum Platz für andere Impfwillige schaffen, forderte er.

RND/dpa/sas

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